Pollenbelastung in Osnabrück – Geografie & Hotspots
Osnabrück liegt mitten im Osnabrücker Bergland und wird von der Hase, einem Nebenfluss der Ems, durchzogen. Die nächsten größeren Erhebungen, nämlich das Wiehengebirge im Nordosten und der Teutoburger Wald im Südwesten, liegen außerhalb des Stadtgebiets.
Die zahlreichen Parks und Grünflächen der Stadt tragen zur Pollenbelastung bei. Der denkmalgeschützte Bürgerpark auf dem Gertrudenberg im Stadtteil Sonnenhügel erstreckt sich über rund acht Hektar und besteht aus zahlreichen Wiesenflächen mit altem Baumbestand. Der zentral gelegene Schlossgarten unweit der Fußgängerzone wurde bereits im 17. Jahrhundert angelegt und später im englischen Landschaftsstil erweitert. Auch der Botanische Garten der Universität mit rund 7.000 Pflanzenarten und der Hasefriedhof – ein über zehn Hektar großer ehemaliger Friedhof, der heute unter Denkmalschutz steht und als Parkanlage dient – setzen während der Pollensaison erhebliche Mengen an Gräser- und Baumpollen frei.
Rund um die Stadt erstrecken sich ausgedehnte Waldflächen, darunter das Natruper Holz, das Naherholungsgebiet Gartlager Holz und etwas weiter entfernt auch die bewaldeten Höhenzüge des Teutoburger Waldes. Diese Wälder, die Teil des UNESCO Global Geoparks TERRA.vita sind, stellen im Frühjahr eine bedeutende Quelle für Baumpollen dar. Die rund 60.000 städtischen Bäume in Grünanlagen, Straßen und auf Friedhöfen ergänzen die Pollenbelastung im gesamten Stadtgebiet.
Bäume und Pflanzen in Osnabrück
In Osnabrück sind Birken, Buchen, Eichen, Erlen, Eschen und Linden weit verbreitet – sowohl als Straßenbäume als auch in den Parks und den Waldgebieten des Osnabrücker Berglands. Besonders Birken sorgen im Frühjahr für hohe Pollenwerte und sind in vielen Wohngebieten und Parkanlagen zu finden. Die Buchenwälder an den Hängen des Teutoburger Waldes und des Wiehengebirges tragen bei entsprechendem Wind zusätzlich zur Baumpollen-Belastung im Stadtgebiet bei. Im Frühsommer stellen Gräserpollen eine starke Belastung für Allergikerinnen und Allergiker dar, vor allem im Bürgerpark und auf den Wiesen entlang der Hase. Im Spätsommer finden sich verstärkt Beifuß- und regional auch Ambrosiapollen in der Luft. Diese Kräuter wachsen häufig an Straßenrändern, auf Brachflächen und entlang von Bahntrassen im Stadtgebiet.
Pollensaison-Überblick
Osnabrück hat eine ausgeprägte Pollensaison, die zwischen Dezember und Januar mit Hasel- und Erlenpollen beginnt, gefolgt von der Birkenblüte im Frühjahr. Ab Mai sind Gräserpollen besonders aktiv, während im Spätsommer Beifuß und vereinzelt auch Ambrosia Allergikerinnen und Allergikern Beschwerden bereiten können. Die geschützte Lage im Osnabrücker Bergland zwischen Teutoburger Wald und Wiehengebirge sorgt dafür, dass Baumpollen im Frühjahr aus den umliegenden Wäldern großflächig in die Stadt gelangen. An windigen Tagen können zudem Gräserpollen aus den landwirtschaftlichen Flächen des Umlandes die Belastung in der Innenstadt verstärken.