Pollenbelastung in Oldenburg – Geografie & Hotspots
Oldenburg liegt im Nordwesten Niedersachsens an der Hunte und gilt als eine sehr grüne Stadt. Über 65 Prozent des Stadtgebiets sind mit Vegetation bedeckt, und allein die Grünanlagen und Parks umfassen rund 416 Hektar. Die flache Lage in der norddeutschen Tiefebene und die Nähe zu den ausgedehnten Marsch- und Moorlandschaften des Umlandes begünstigen die großflächige Verbreitung von Pollen durch Wind.
Die zahlreichen historischen Parks und Grünflächen der Stadt tragen zur Pollenbelastung bei. Der Schlossgarten im Herzen der Stadt – rund 16 Hektar groß und seit über 200 Jahren als englischer Landschaftsgarten angelegt – besitzt zum Teil noch die ursprünglichen Baumbestände mit mächtigen Baumriesen. Das Eversten Holz, ein rund 23 Hektar großer Landschaftspark in direkter Nachbarschaft, ergänzt diesen grünen Kern um weitere weitläufige Waldflächen. Auch die Wallanlagen, die die Innenstadt als ehemalige Stadtbefestigung ringförmig umschließen, die Dobbenanlage und der Landschaftspark Mühlenhunte an der Hunte setzen während der Pollenflugsaison erhebliche Mengen an Gräser- und Baumpollen frei.
Am Stadtrand erstrecken sich weite landwirtschaftliche Flächen, Moorgebiete und Feuchtwiesen, die eine bedeutende Quelle für Gräserpollen darstellen.
Bäume und Pflanzen in Oldenburg
In Oldenburg sind Birken, Eichen, Buchen, Erlen, Eschen und Linden weit verbreitet – sowohl als Straßenbäume als auch in den historischen Parkanlagen und den Waldgebieten der Stadt. Besonders Birken sorgen im Frühjahr für hohe Pollenwerte und sind in vielen Wohngebieten und Grünflächen zu finden. Auch Haselsträucher, die unter anderem in den Wallanlagen und im Botanischen Garten der Universität mit seinen rund 7.000 Pflanzenarten vertreten sind, tragen als Frühblüher zur Pollenbelastung bei. Im Frühsommer stellen Gräserpollen eine starke Belastung für Allergikerinnen und Allergiker dar, vor allem im Schlossgarten, im Eversten Holz und auf den Wiesen entlang der Hunte. Im Spätsommer finden sich verstärkt Beifuß- und regional auch Ambrosiapollen in der Luft. Diese Kräuter wachsen häufig an Straßenrändern, auf Brachflächen und entlang von Bahntrassen im Stadtgebiet.
Pollensaison-Überblick
Für eine norddeutsche Stadt ist das Klima in Oldenburg vergleichsweise mild, sodass die Pollenflugsaison schon zwischen Dezember und Januar mit Hasel- und Erlenpollen beginnen kann, gefolgt von der Birkenblüte im Frühjahr. Ab Mai sind Gräserpollen besonders aktiv, während im Spätsommer Beifuß und teilweise auch Ambrosia Allergikerinnen und Allergikern Beschwerden bereiten können. Die maritime Lage im Nordwesten Deutschlands sorgt zwar insgesamt für moderate Temperaturen, die feuchten Bedingungen und die weitläufigen Grünflächen begünstigen jedoch das Pflanzenwachstum und damit auch die Pollenproduktion. An windigen Tagen können Pollen aus den umliegenden Moor- und Marschgebieten sowie den landwirtschaftlichen Flächen in die Stadt getragen werden.