Ein kleines Mädchen geht Hand in Hand mit ihrer sie beschützenden Mutter über eine Straße und schaut über ihre Schulter zurück.

Anaphylaxie bei Kindern: Wie du richtig handelst

Eine Anaphylaxie ist eine plötzlich auftretende, schwere allergische Reaktion, die den gesamten Körper betreffen kann. Die schwerste Form ist der anaphylaktische Schock. Wenn die Symptome nicht schnell mit Adrenalin behandelt werden, kann sie lebensbedrohlich verlaufen. Bestimmte Allergien haben ein höheres Anaphylaxierisiko als andere. Jedes betroffene Kind sollte einen Notfallplan haben, der allen betreuenden Personen mitgeteilt wird.

Weltweit erleiden bis zu 1,8 % der Kinder eine Anaphylaxie – ein Notfall, der sich also glücklicherweise eher selten ereignet. Sie kann in jedem Alter auftreten, also bei Babys nach Einführung der Beikost wie auch bei Schulkindern und Jugendlichen, die z.B. im Park von einer Wespe gestochen werden. Ist bei deinem Kind ein Anaphylaxierisiko bekannt, kann das in eurer Familie verständlicherweise Ängste auslösen. Im Notfall ist es wichtig, mögliche Symptome einer anaphylaktischen Reaktion zu kennen, die erforderlichen lebensrettenden Maßnahmen verinnerlicht zu haben, und zu wissen, welche weiteren Unterstützungsmöglichkeiten es gibt.

Was genau ist also eine Anaphylaxie? Hier erfährst du mehr über die Ursachen und Symptome in verschiedenen Altersstufen, auch bei sehr kleinen Kindern. Außerdem lernst du, wie Ärztinnen und Ärzte das Risiko einer Anaphylaxie innerhalb der Allergiediagnose einstufen. Du erfährst, wie Auslöser identifiziert werden und erhältst bewährte Tipps, wie du mit einem erhöhten Anaphylaxierisiko bei deinem Kind routinierter umgehen kannst (Notfallmanagement). Für manche Kinder mit einer Insektengiftallergie oder einer Erdnussallergie kommt möglicherweise eine medikamentöse und ursächliche Behandlung infrage, um das Risiko einer lebensbedrohlichen und schweren Reaktion bei Allergenkontakt zu senken.

Sobald du verinnerlicht hast, wie du bei einer Anaphylaxie handeln kannst, gibt dir das Sicherheit. Übe die Abläufe auch mit deinem Kind ein, sobald es alt genug dafür ist. So reagierst du selbst in der spannungsgeladenen Extremsituation richtig. Die Beherrschung der Handlungsabfolge ist bereits ein wichtiger Teil des Anaphylaxie-Notfallplans und kann dich innerlich beruhigen und entlasten.

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Was ist eine Anaphylaxie bei Kindern?

Eine Anaphylaxie ist die extremste Form einer allergischen Reaktion vom Typ 1 ("Sofortreaktion"). Das Risiko schwerer Reaktionen ist bei manchen Allergien größer als bei anderen. Menschen mit einer Nahrungsmittel- oder Insektengiftallergie haben ein höheres Anaphylaxierisiko. Nach dem Allergenkontakt weitet sich die allergische Reaktion rasch auf den gesamten Körper aus und beeinträchtigt lebenswichtige Funktionen. So kann es zu Atemnot, Kreislaufstillstand oder Organversagen kommen.

Der Grund für eine Allergie ist, dass das Immunsystem deines Kindes eigentlich harmlose Allergieauslöser (Allergene) fälschlicherweise als Bedrohung einstuft und diese übermäßig abwehrt. Dabei werden Antikörper (IgE-Antikörper) produziert, die im weiteren Verlauf die allergischen Symptome auslösen.

Bei einem Heuschnupfen sind nur bestimmte Regionen deines Körpers von Symptomen betroffen, oft die Nase (allergische Rhinitis), bei manchen Menschen auch zusätzlich die Augen (allergische Rhinokonjunktivitis).

Bei einer Anaphylaxie hingegen weitet sich die Reaktion in Minutenschnelle auf den gesamten Körper aus. Die Symptome sind also nicht mehr lokal begrenzt, sondern können die Haut, Atmung, Verdauung und den Kreislauf betreffen. Der Blutdruck kann stark abfallen, die inneren Organe und das Gehirn werden dadurch nicht mehr mit ausreichend Sauerstoff versorgt und der Kreislauf kann kollabieren – der anaphylaktische Schock ist da.

Als Gegenmaßnahme wird das Notfallmedikament Adrenalin eingesetzt. Es wirkt im Vergleich zu anderen Allergiemedikamenten (etwa Antihistaminika) schneller und stabilisiert den Kreislauf und Blutdruck. Zudem regt es das Herz an, wieder kräftiger zu schlagen und so lebenswichtigen Sauerstoff in alle Regionen des Körpers zu pumpen. Adrenalin wird entweder in Form von Adrenalin-Autoinjektoren ("Adrenalin-Spritzen") oder für Kinder und Erwachsene ab 30 kg als Adrenalin zum Sprühen in die Nase verordnet. Bei Kindern mit Anaphylaxierisiko muss das Notfallmedikament immer griffbereit mitgeführt und bei einer anaphylaktischen Reaktion sofort angewendet werden. Zudem sollte zusätzlich zur Gabe von Adrenalin immer der Rettungsdienst über die 112 verständigt werden. Nenne dabei die Stichwörter "Anaphylaxie Kind". Es besteht immer das Risiko einer zeitlich verzögerten zweiten allergischen Reaktion, die auch erst mehrere Stunden nach dem Erstereignis auftreten kann.

Eine besorgte Mutter ruft den Rettungsdienst für ihre Tochter, die auf dem Sofa liegt, da sie vermutet, dass ihre Tochter eine Anaphylaxie hat.

Symptome einer Anaphylaxie bei Kindern

Die Symptome einer Anaphylaxie können nach der Allergenexposition innerhalb weniger Minuten oder seltener nach einigen Stunden auftreten. Sie können in beliebiger Kombination die Haut, das Herz-Kreislauf-System, den Magen-Darm-Bereich und die Atmung betreffen. Kinder zeigen zunächst möglicherweise nur eine leichte bis mittelschwere Reaktion, doch die Symptome können sich rasch verschlimmern und lebensbedrohliche Ausmaße annehmen.

Der Zeitpunkt des Auftretens einer Anaphylaxie ist meistens unvorhersehbar, da eine Allergenvermeidung nicht immer möglich ist. Auch mit zunehmendem Lebensalter kann sich die Symptomatik einer Anaphylaxie bei Kindern verändern.

7 charakteristische Anzeichen für eine Anaphylaxie bei Kindern. Eine Anaphylaxie kann lebensbedrohlich sein und muss sofort behandelt werden.

Hautreaktionen

Laut der Studie „Anaphylaxie bei Kindern und Jugendlichen“ des Europäischen Anaphylaxie-Registers zeigen etwa 92 % der Kinder mit einer Anaphylaxie Hautsymptome. Sie müssen jedoch nicht zwingend auftreten. Diese Symptome sind prinzipiell möglich:

  • Sich schnell ausbreitender Hautausschlag (Nesselsucht) am ganzen Körper
  • Juckreiz oder Brennen an den Handflächen oder Fußsohlen sowie im Genitalbereich
  • Hautrötung oder Blässe
  • Haut- und Schleimhautreaktionen
  • Schwellung der Augen oder Lippen

Babys hingegen stecken oft die Hände in den Mund oder ziehen und kratzen an der Zunge. Kinder empfinden eine geschwollene Zunge möglicherweise als „schwer“, „voll“ oder „komisch", als ob Ameisen auf der Zunge laufen. Ihre Lippen können sich angespannt anfühlen, manche empfinden ein Kloßgefühl im Hals. Jugendliche berichten häufig von Schluckbeschwerden.

Ein Junge sitzt über seinem Mittagessen und hält sich seinen Mund zu und den Kopf nach unten – Seine Zunge ist angeschwollen und ihm ist übel. Dies könnten erste Anzeichen einer Anaphylaxie sein.

Magen-Darm-Symptome

Magenprobleme treten als Anzeichen einer Anaphylaxie seltener als Hautreaktionen auf, dennoch zeigen sie sich laut der oben genannten Studie bei 45 % der Kinder. Wenn ein Baby Schmerzen hat, kann sich dies darin zeigen, dass es unruhig wird, die Knie zum Bauch hochzieht oder den Rücken krümmt. Kinder unter 6 Jahren neigen dazu, sich zu übergeben. In der Pubertät kommt Übelkeit häufiger vor und ab diesem Alter findet eine Verlagerung hin zu eher subjektiven Symptomen (wie Schluckbeschwerden) statt. Darauf solltest du achten:

  • Metallischer Geschmack im Mund und vermehrter Speichelfluss
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Durchfall
  • Bauchschmerzen

Erwachsene und Kinder haben manchmal unwillkürlichen Stuhlgang und Harnabgang.

Atemnot

Atemprobleme betreffen etwa 80 % der Kinder mit Anaphylaxie und Atemnot ist das häufigste Symptom. Husten tritt häufiger bei Kindern unter 10 Jahren auf, danach folgen Engegefühl im Hals und in der Brust sowie Atembeschwerden. Auf folgende Symptome sollten Sie achten:

  • Atembeschwerden bis hin zu Atemnot
  • Keuchen
  • Husten
  • Engegefühl im Hals und in der Brust

Kinder mit Atemnot setzen sich oft nach vorn gebeugt hin. Manchmal ist ein pfeifendes Geräusch beim Atmen hörbar oder ihre Stimme klingt heiser oder quietschend. Weitet sich die Reaktion zu einer schweren Anaphylaxie aus, kann es zu einem lebensbedrohlichen Atemstillstand kommen.

 

Herz-Kreislauf-Symptome

41 % der Kinder zeigen bei einer anaphylaktischen Reaktion Herz- und Kreislaufsymptome. Jugendliche berichteten häufig von Schwindel. Darauf solltest du achten:

  • Schwacher oder schneller Puls
  • Starkes Herzklopfen
  • Schwindel oder Ohnmacht aufgrund des Blutdruckabfalls (Hypotonie)
  • Brustschmerzen

Eltern sollten bei Babys und Kleinkindern auf plötzliche Verhaltensänderungen, Gereiztheit, starke Anhänglichkeit, Rückzug oder untröstliches Weinen achten. Unsicherheit beim Gehen, Schlaffheit oder Kraftlosigkeit können Anzeichen einer fortgeschrittenen Anaphylaxie sein. Jugendliche zeigen möglicherweise Symptome wie Schwitzen und Zittern. Diese Erscheinungen können auch bei Kindern im Alter von 6 bis 12 Jahren auftreten, sind dann jedoch meist weniger ausgeprägt. Eine bläuliche Verfärbung der Lippen oder eine auffallend blasse Hautfarbe sind weitere mögliche Hinweise auf eine fortschreitende Anaphylaxie.

Die schwerwiegendste Form der Anaphylaxie ist der anaphylaktische Schock und anschließende Herzstillstand.

 

Häufige Ursachen für eine Anaphylaxie bei Babys und Kindern

Bei Kindern verursachen Nahrungsmittel (66 %) und Insektengifte (19 %) am häufigsten eine Anaphylaxie, aber auch bestimmte Medikamente, wie z.B. ASS (Acetysalicylsäure), und Latex können Auslöser sein. Körperliche Anstrengung (Sport), begleitende Infektionen, Alkohol, aber auch psychische Belastung (Stress) sind Einflussfaktoren (Kofaktoren), die das Auftreten einer anaphylaktischen Reaktion fördern. Es ist zudem möglich, dass keine klare Ursache für die Anaphylaxie identifiziert werden kann (idiopathische Anaphylaxie).

Bei einer Anaphylaxie kann bereits eine winzige Menge des Allergens eine sehr schwere Reaktion auslösen.

Jugendliche spielen Computerspiele im Zimmer eines Freundes.

Nahrungsmittelallergien und Anaphylaxie bei Kindern

Kuhmilch und Hühnereier zählen zu den häufigsten Auslösern einer Anaphylaxie bei Kindern unter zwei Jahren. Bei Vorschulkindern treten Weizen und Baumnüsse häufiger als Auslöser auf, während Erdnüsse in allen Altersgruppen eine relevante Rolle spielen. Das Risiko für „echte“ (primäre)  Nahrungsmittelallergien sinkt zwar mit zunehmendem Alter, aber: Jugendliche haben das höchste Risiko für tödlich verlaufende Nahrungsmittelanaphylaxien, was möglicherweise darauf zurückzuführen ist, dass sie sich ihrer Nahrungsmittelallergie zwar bewusst sind, aber aufgrund von risikoreichem Verhalten und Leugnen der Erkrankung nicht immer darauf achten, ihr Adrenalin-Notfallset mit sich zu führen.

Dies führt auch dazu, dass ihnen die Überprüfung des Zutatenverzeichnisses abgepackter Lebensmittel häufig schwerfällt. Laut Gesetz müssen auf Lebensmittelverpackungen die folgenden wichtigen Allergieauslöser aufgeführt sein: Eier, Kuhmilch, Fisch, Krebstiere, Weichtiere, Erdnüsse, Nüsse von Bäumen, Sesam, glutenhaltiges Getreide, Sojabohnen, Sellerie und Knollensellerie, Senf, Lupine und Sulfite.

Ein Junge drückt seine Hand auf seine Stirn, da er sich schwindelig und desorientiert fühlt – Er hat eine schwere allergische Reaktion.

Medikamentenallergien und Anaphylaxie bei Kindern

Jugendliche sind anfälliger für eine medikamentenbedingte Anaphylaxie als jüngere Kinder. Häufige Auslöser sind nichtsteroidale Antirheumatika (kurz: NSAR), das ist eine Schmerzmittelgruppe, zu der Paracetamol und Ibuprofen gehören, sowie manche Antibiotika. Eltern von Kindern mit einer Hühnereiallergie äußern auch häufig Bedenken bei Impfungen. Tatsächlich zeigen jedoch weniger als 10 % der Kinder eine echte allergische Reaktion auf Impfstoffe. Eine Anaphylaxie tritt noch seltener auf.

Latexallergie und Anaphylaxie bei Kindern

Kinder mit Gesundheitsproblemen, die häufig operiert wurden mussten oder regelmäßig Kontakt mit medizinischen Geräten und latexhaltigen Handschuhen haben, weisen ein höheres Allergie-Risiko für Latex auf, was wiederum die Gefahr einer Anaphylaxie auf Latex steigert. Studien des Great Ormond Street Children’s Hospital in London zeigen, dass etwa 40 % der jungen Patientinnen und Patienten sensibilisiert sind und potenziell allergisch auf Naturkautschuk (Latex) reagieren könnten.

 

Was ist im Notfall zu tun, wenn ein Kind eine Anaphylaxie bekommt?

Schnelles Handeln ist entscheidend. Die Gabe von Adrenalin rettet Leben und senkt das Risiko einer zweiten nachfolgenden anaphylaktischen Reaktion, wenn es innerhalb von 30 Minuten gegeben wird.

  1. Wenn dein Kind einen Adrenalin-Autoinjektor oder Adrenalin als Nasenspray hat, verabreiche umgehend die erste Dosis.
  2. Rufe die 112 an und sage „Anaphylaxie bei einem Kind“ und versuche so ruhig und geordnet wie möglich auf die Fragen am Telefon zu antworten.
  3. Lege das Kind vorsichtig hin und lagere seine Beine etwas erhöht. Lege die Füße etwa auf deinem Schoß ab. Das Kind sollte sich nicht in aufrechter Position befinden, das bedeutet: nicht stehen oder sitzen. Hat das Kind jedoch Atembeschwerden oder muss sich übergeben, setze es hin. Beruhige dein Kind so gut wie möglich.
  4. Sollte das Kind bewusstlos werden, bringe es in die stabile Seitenlage.
  5. Wenn du keinen Puls finden kannst, beginne sofort mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung (Herzdruckmassage).
  6. Wenn sich die Anaphylaxiesymptome nach 5 bis 15 Minuten nicht gebessert haben oder wieder verschlechtern und der Krankenwagen noch nicht eingetroffen ist, wende den zweiten Autoinjektor oder das Adrenalin-Nasenspray an.
  7. Gib den verwendeten Autoinjektor oder das Nasenspray den Rettungskräften, damit sie über die verabreichten Medikamente informiert sind.
  8. Wichtig: Lass das Kind immer vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus bringen, auch wenn sich die Symptome zunächst verbessert haben. Dies ist lebenswichtig, denn die Anaphylaxiesymptome können zeitversetzt ein zweites Mal auftreten.

Adrenalin rettet Leben

Bei einem Blutdruckabfall verengt es schnell die Gefäße und stabilisiert derach Kreislauf und Blutdruck.

Adrenalin darf im Notfallset nicht fehlen.
Für den Ernstfall bist du so jederzeit, überall gut vorbereitet.

Lass dich von deiner Ärztin oder deinem Arzt zu den beiden verfügbaren Applikationformen - Autoinjektor und Nasenspray - beraten.

Adrenalin rettet Leben

Diagnose und Behandlung einer Anaphylaxie

Das Personal der pädiatrischen Notaufnahme prüft bei Verdacht auf eine Anaphylaxie sofort die Vitalfunktionen, die Ärztin oder der Arzt untersucht dein Kind und legt bei Bedarf eine Infusion. Außerdem werden eventuell Sauerstoff und andere Medikamente verabreicht.

Zudem liefern deine Antworten auf folgende Fragen wichtige Informationen für die Behandlung:

  • Hat dein Kind bekannte Allergien?
  • Hat dein Kind schon einmal eine solche Reaktion gezeigt?
  • Was hat dein Kind vor dem Auftreten der Symptome gemacht oder gegessen bzw. getrunken?
  • Bestehen oder bestanden bei deinem Kind gesundheitliche Vorerkrankungen wie z.B. Asthma oder eine Neurodermitis?

Während oder nach der Behandlung einer Anaphylaxie können bestimmte Blutuntersuchungen durchgeführt werden. Ausführliche Allergietests werden jedoch häufig erst nach der Notfallbehandlung durchgeführt.

 

Nächste Schritte nach einem anaphylaktischen Schock?

Nach einer erfolgreichen Behandlung werden Kinder häufig noch für einige Stunden im Krankenhaus überwacht, oft auch über Nacht. Sie bekommen eventuell direkt ein Notfallset mit einem Adrenalinpräparat für zuhause mit. Anschließend folgt die ambulante Weiterbehandlung bei eurer Kinderärztin bzw. dem Kinderarzt oder einer Allergologin oder Allergologen. Dort werden die genaue Diagnose und der Auslöser abgeklärt, meistens zusammen mit einem Allergietest. Zudem wird ein individueller Anaphylaxie-Notfallplan erstellt.

Es gibt verschiedene Arten von Allergietests, auch für Kinder. Je nach vermutetem Auslöser kann bei deinem Kind ein Pricktest, ein Bluttest oder ein Provokationstest durchgeführt werden.

 

Wie du mit Hochrisikoallergien bei deinem Kind umgehen solltest

Babys und Kleinkinder mit Anaphylaxie erhalten laut der Asthma & Allergy Foundation of America fünfmal häufiger lebensrettendes Adrenalin, wenn vorab für sie ein Anaphylaxie-Notfallplan erstellt wurde. Der Plan enthält in der Regel den oder die Allergieauslöser, mögliche Symptome, schrittweise Anweisungen für den Notfall sowie u.U. ein Foto des Kindes. Gib den Notfallplan an alle Personen weiter, die dein Kind betreuen, und erläutere die Vorgehensweise.

Betreuende Personen können ältere Geschwister, Großeltern und weitere Verwandte sein. Auch Babysitter, Kindertagesstätten und Schulen sowie Betreuerinnen und Betreuer von Freizeitaktivitäten (z.B. wenn dein Kind Sport treibt). Denke auch an die Eltern von Spielkameraden. Informiere sie über die Allergie deines Kindes und hebe das Risiko einer lebensbedrohlichen allergischen Reaktion hervor. Erkläre Schritt für Schritt, was wann zu tun ist.

Ein medizinisches Armband bietet eine hilfreiche Möglichkeit, relevante Gesundheitsinformationen zu kommunizieren. Es kann sinnvoll sein, das Kind in die Auswahl des Armbandes einzubeziehen, um die Akzeptanz für das Tragen zu erhöhen.

Sei vorbereitet, immer und überall

Die Angst vor einer Anaphylaxie ist belastend, aber ein klarer Notfallplan hilft dir, damit umzugehen.

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Erstelle gemeinsam mit der Ärztin oder dem Arzt deines Kindes einen Notfallplan.

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Übe die einzelnen Schritte mit deinem Kind, bevor eine Reaktion auftritt.

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Besprich den Notfallplan mit allen, die an der Betreuung deines Kindes beteiligt sind.

Vereinbare am besten gleich einen Arzttermin und überprüft gemeinsam den Notfallplan und die Medikamente deines Kindes!

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Eine Mutter bereitet eine Tüte mit Karottensticks vor, da dieser Snack eher keine Wespen anzieht.

Hilf deinem Kind, seine Anaphylaxieauslöser zu vermeiden

Ein wichtiger Schritt ist, sich potenzieller Gefahren bewusst zu sein und dies auch dem Kind altersgerecht zu vermitteln. Bei Familien mit Kindern, die ein höheres Anaphylaxierisiko haben, sollte dies ebenso selbstverständlich im Alltag verankert sein wie das regelmäßige Händewaschen:

  • Nahrungsmittel: Lies beim Einkaufen die Zutatenliste von Lebensmitteln durch oder frage nach den verwendeten Zutaten, wenn ihr außer Haus essen geht. Bringe deinem Kind bei, dasselbe zu tun. Wenn dein Kind schon auf Spuren des Allergens reagiert: Stelle sicher, dass Personen, die an einer Essenszubereitung beteiligt sind, sowie alle Betreuungspersonen davon wissen und beim Kochen oder Backen entsprechend vorgehen. Überlege dir alternativ, ob das Mitgeben entsprechender eigener Mahlzeiten eine Option sein könnte.
  • Stelle sicher, dass dein Kind weiß, dass es ohne Rücksprache keine Snacks oder Lebensmittel von anderen Kindern annehmen darf, auch nicht auf Geburtstagsfeiern. Hilf ihm, selbstbewusst mit anderen über seine Allergie zu sprechen.
  • Bienen und Wespen: Für Picknicks ist es empfehlenswert, Gemüsesticks oder einfache Cracker als Snacks zu wählen und auf Fleischprodukte oder süße Speisen und Getränke zu verzichten, da diese Wespen eher anziehen. Kindern sollte erklärt werden, wie sie den Kontakt mit ihnen vermeiden können und wie sie sich ruhig verhalten, um ein unnötiges Provozieren der Insekten zu vermeiden. Es kann hilfreich sein, mit Wasser gefüllte Sprühflaschen zur Abwehr von Bienen und Wespen zu verwenden, wenn sie doch einmal zu aufdringlich werden.
  • Medikamente: Lass in den Krankenakten deines Kindes bekannte Allergien vermerken. Weise bei Bedarf das medizinische Personal zusätzlich darauf hin.
  • Latex: Informiere alle Personen und das medizinische Personal wie auch die Zahnärztin oder den Zahnarzt über die Latexallergie deines Kindes, da diese möglicherweise Latexhandschuhe tragen oder bestimmte latexhaltige Geräte in der Nähe deines Kindes verwenden könnten. Achte bei jüngeren Kindern darauf, dass Schnuller und Sauger, Spielzeug, Malutensilien, Gesichtsfarben und Partyballons latexfrei sind. Krankenhäuser verbieten häufig das Mitbringen von Gummiballons, da diese Latex enthalten. Wähle außerdem eine Schwimmkappe aus Silikon oder Spandex. Für die bei Kindern beliebten Schwimmbrillen sind mittlerweile ebenfalls latexfreie Varianten verfügbar.

 

Halte die Notfallmedikamente deines Kindes stets bereit

Adrenalin-Autoinjektoren und Adrenalin-Nasenspray mit der richtigen Dosis (abgestimmt auf das Körpergewicht deines Kindes) können von Betroffenen auch ohne medizinische Vorerfahrung selbst angewendet werden. Lass dir zeigen, wie ihr das Präparat richtig anwendet, und stelle sicher, dass alle betreuenden Personen (auch alle Lehrerinnen und Lehrer) es ebenfalls sicher anwenden können. Idealerweise steht euch das Adrenalin-Präparat im Notfall zweimal zur Verfügung, falls es zur erneuten Verschlechterung der Beschwerden kommt oder auch eine Dosis nicht ausreicht und der Rettungswagen noch nicht vor Ort ist.

Lagere Adrenalin-Autoinjektoren maximal bei Raumtemperatur (Herstellerhinweise beachten!). Das Adrenalin-Nasenspray hat keine besondere Lagerbedingungen. Falls es einfriert, sollte es mindestens eine Stunde auftauen, bevor es verwendet wird. Eine Erinnerung in deinem Kalender unterstützt dich dabei, rechtzeitig vor Ablauf der Haltbarkeit der Notfallmedikamente an die Besorgung eines neuen Rezeptes zu denken.

Eine Mutter und ihre Tochter betrachten gemeinsam den Anaphylaxie-Notfallplan des Kindes in der Küche – das gemeinsame Anschauen und Verstehen der Informationen hilft im Ernstfall gut vorbereitet zu sein.

Verwendung von Adrenalin-Autoinjektoren

Manche Eltern haben Angst davor, den Adrenalin-Autoinjektor bei ihrem Kind anzuwenden, weil sie Bedenken haben, etwas falsch zu machen oder ihrem Kind wehzutun. Auch die Angst des Kindes kann hierbei eine Rolle spielen. Aber die Anwendung ist einfach und schnell. Mit einem Trainingsgerät können Eltern und Kind regelmäßig die Anwendung üben und dadurch mehr Sicherheit im Umgang mit dem Autoinjektor gewinnen.

Selbst wenn dir einzelne Schritte in der Extremsituation nicht mehr einfallen, findest du eine Schritt-für-Schritt-Anweisung auf der Seite des Gerätes, sodass du jederzeit nachschauen kannst:

  • Halte das Bein deines Kindes ruhig.
  • Nimm den Injektor in deine dominante Hand (Hand nicht mehr wechseln).
  • Entferne die Schutzkappe
  • Setze die Spitze des Autoinjektors im rechten Winkel (90°) an der Außenseite des Oberschenkels an. Er kann auch durch die Kleidung hindurch angewendet werden.
  • Drücke, bis du ein Klicken hörst, und halte den Autoinjektor gemäß empfohlener Zeit in dieser Position. (Von 1 bis 10 zählen und dann erst abziehen)
  • Entferne den Autoinjektor wieder und lege ihn beiseite. Übergib diesen später dem Rettungspersonal.
  • Rufe den Rettungsdienst unter 112 an. Sage „Anaphylaxie Kind“, damit auch eine Notärztin oder ein Notarzt benachrichtigt wird.
  • Wenn die Symptome auch nach 10 Minuten nicht besser werden oder sich die Symptome erneut verschlechtern, dann sollte ein zweiter Adrenalin-Autoinjektor verwendet werden.

 

Wie du deinem Kind ein Adrenalin-Nasenspray verabreichst

Wenn dein Kind 30 kg oder mehr wiegt, dann habt ihr die Option, Adrenalin auch in Form eines Nasensprays anzuwenden.

  • Halte das Nasenspray so, dass dein Daumen auf der Unterseite des Kolbens und je ein Finger auf beiden Seiten der Düse sitzt.
  • Führe die Nasensprayspitze möglichst weit in ein Nasenloch deines Kindes ein. Achte darauf, dass die Nasensprayspitze in Richtung der Stirn des Kindes zeigt, damit der Wirkstoff an die richtige Stelle gelangt. Richte die Düse nicht auf die Innen- oder Außenwände der Nase.
  • Drücke den Kolben fest nach oben, bis er einrastet. Dadurch wird das Adrenalin in das Nasenloch gesprüht.
  • Jedes Spray enthält eine Einzeldosis, führe also keinesfalls einen Vorab-Sprühstoß zum Testen durch. Und falls dein Kind eine verstopfte Nase hat, mach dir keine Sorgen: Das Nasenspray wirkt trotzdem.
  • Wenn die Symptome auch nach 10 Minuten nicht besser werden oder sich erneut verschlechtern, sollte die zweite Dosis Adrenalin in das selbe Nasenloch gegeben werden.
  • Lies dir vorab die Anwendungshinweise in der Gebrauchsanweisung durch und schau dir die Schaubilder zur richtigen Handhabung an.
  • Genauso wie nach der Adrenalingabe über den Autoinjektor sollte auch nach der Anwendung per Nasenspray unter 112 medizinische Hilfe gerufen werden.

 

Ursächliche Behandlung der Anaphylaxie bei Kindern

Kinder mit einer schweren Allergie gegen Bienen- und/oder Wespengift können für eine Allergie-Immuntherapie (AIT, auch Hyposensibilisierung genannt) infrage kommen. Das Ziel der Hyposensibilisierung ist es, die übertriebene Reaktion des Immunsystems auf das eigentlich harmlose Allergen wieder richtig zu trainieren. Hierdurch soll das Risiko einer lebensbedrohlich schweren Reaktion bei einem nächsten Stich verringert werden.

Die Allergologin oder der Allergologe deines Kindes kann euch dazu detailliert informieren.

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So sorgst du für ein stabiles Wohlbefinden deiner Familie

Die Angst vor einer potenziell schweren allergischen Reaktion stellt für betroffene Kinder und ihre Familien häufig eine erhebliche Belastung dar. Ständige Wachsamkeit und die Notwendigkeit, andere aufzuklären, führen oft zu Ängsten, Stress und Gefühlen der Isolation. Sich emotionale und praktische Unterstützung zu holen, hilft sowohl, wenn die Kinder klein sind, als auch, wenn sie zunehmend selbstständiger werden.

1. Hab keine Bedenken, deiner Ärztin oder deinem Arzt sehr viele Fragen zu stellen: Bitte sprich mit dem Fachpersonal im Krankenhaus oder in der Praxis für Allergologie, bis du alle Informationen verstanden hast, die du benötigst, um mit der Erkrankung deines Kindes im Alltag sicher umzugehen. Wenn du – wie viele Eltern – schriftliche Informationen bevorzugst, frage proaktiv danach. Vielleicht liegt die Schulung zum Umgang mit dem Notfalladrenalin weit zurück und mittlerweile bist du dir nicht mehr ganz sicher, ob du das Gerät noch richtig anwenden kannst? Das ist völlig normal. Immer, wenn du dir unsicher bist, bitte darum, dass man dir die Anwendung noch einmal ausführlich zeigt und du die Handhabung sicher einüben kannst.

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Hol dir deine Checkliste für den Arztbesuch

Kinder wachsen schnell, und ihr Notfallplan sollte immer auf dem neusten Stand sein.

Regelmäßige Kontrolltermine in der Arztpraxis können dabei helfen, alles im Blick zu behalten.

Unsere Checkliste hilft dir dabei, an alles zu denken, z.B. ob die Medikamente noch passend sind.

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2. Suche nach Organisationen, die sich auf Anaphylaxie oder Allergien bei Kindern spezialisiert haben: Viele davon wurden von Betroffenen gegründet, um anderen in ähnlichen Situationen zu helfen und sich für deren Interessen einzusetzen. Sie geben alltagstaugliche Tipps sowie Unterstützung bei Sorgen und Ängsten und beim Aufbau von Selbstvertrauen für Familien mit allergischen Kindern.

3. Suche nach Gleichgesinnten: Es gibt Selbsthilfegruppen, die sich entweder online oder persönlich treffen. Diese werden oft von Betroffenen selbst betreut. Ärztinnen, Ärzte oder entsprechende Fachorganisationen können Kontaktinformationen zur Verfügung stellen, falls du nichts im Internet findest. Diese Gruppen bieten auch Kindern die Gelegenheit, sich mit Gleichaltrigen auszutauschen und einen selbstbewussten Umgang mit ihrer Allergie damit zu entwickeln.

4. Stärke dein Kind: Wähle eine Ärztin oder einen Arzt, dem dein Kind vertraut, und die oder der die besonderen Herausforderungen von Jugendlichen in der Pubertät versteht. Sie erklären ihnen, wie ihnen etwa ihr Handy im Alltag mit einer Allergie und im Notfall helfen kann. Jugendliche tendieren dazu, risikobereiter zu sein, was ein Teil der normalen Entwicklung ist. Dabei stufen sie jedoch möglicherweise eine Anaphylaxie als weniger gefährlich ein, besonders wenn ihre letzte Erfahrung damit länger zurückliegt. Daher sollte das Gefahrenbewusstsein bei Bedarf erneut besprochen werden.

Eine Jugendliche spricht mit ihrer Allergologin. Sie ist alt genug, um sich um ihre Allergie und Notfallmedikamente zu kümmern.

5. Achte auf dein eigenes Wohlbefinden: Angst, Sorge und Frustration treten häufig bei Eltern mit allergischen Kindern auf. Wird der Kummer zu groß, ist es wichtig, auf seine eigenen körperlichen wie auch emotionalen Bedürfnisse einzugehen und gegebenenfalls professionelle Hilfe für seine mentale Gesundheit in Anspruch zu nehmen. Ausgeglichene und zuversichtliche Eltern tragen dazu bei, dass sich Kinder sorgenfreier und individuell entwickeln können.

Lass es nicht zum Ernstfall kommen!

Das Vermeiden der Auslöser trägt zur Sicherheit deines Kindes bei, ist jedoch nicht immer möglich.

Gehe kein Risiko ein, trage das Notfallset immer bei dir.
Ist das Risiko für eine Anaphylaxie bei deinem Kind hoch, kann deine Ärztin oder dein Arzt ein Notfallset unter anderem mit einem Adrenalin-Autoinjektor oder nasalem Adrenalin verschreiben.

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Bewahre es griffbereit auf, damit du es im Ernstfall schnell zur Hand hast.

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Übe regelmäßig die Anwendung und schaue dir Schulungsvideos an.

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Überprüfe regelmäßig das Verfallsdatum.

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Vereinbare einen Termin mit der Ärztin oder dem Arzt, um die Medikamente überprüfen zu lassen und sicherzustellen, dass sie noch passend für dein Kind sind.

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Häufig gestellte Fragen von Eltern

Hier erhältst du Antworten auf häufig gestellte Fragen rund um die Anaphylaxie und den anaphylaktischen Schock.

Kann ein Baby eine Anaphylaxie haben?

Ja. Eine Anaphylaxie kann in jedem Lebensalter auftreten. Während der Beikostphase zählen Kuhmilch und Hühnereier zu den häufigen Auslösern. Laut der Allergiepräventionsleitlinie sollen Eltern ihre gesunden Kinder aus Angst vor einer Allergie jedoch nicht einfach so bestimmte Nahrungsmittel vorenthalten.

Wie häufig tritt eine Anaphylaxie bei Babys auf?

Bei Säuglingen und sehr kleinen Kindern lösen meist Nahrungsmittel eine Anaphylaxie aus. Babys sind jedoch erst kurz mit potenziellen Auslösern einer Anaphylaxie in Kontakt, was vermutlich erklärt, weshalb lediglich 0,9 % der im Europäischen Anaphylaxieregister erfassten Personen unter 18 Jahren jünger als ein Jahr waren.

Wie äußert sich eine Anaphylaxie bei Babys?

Babys mit lebensmittelbedingter Anaphylaxie zeigen laut einer Studie zweier Notaufnahmen in Boston (USA) häufiger Nesselsucht, Keuchen und Erbrechen als ältere Kinder. Weitere Warnzeichen sind eine plötzliche Wesensveränderung, unstillbares oder heiseres Weinen, plötzliche Schläfrigkeit, Unruhe und das Greifen zum Mund oder an die Ohren.

Die Symptome unterscheiden sich oft von denen älterer Kinder und Erwachsener. Hole bei Verdacht auf eine Anaphylaxie sofort ärztliche Hilfe.

Was solltest du tun, wenn dein Baby eine Anaphylaxie hat?

Warte nicht ab, sondern rufe sofort einen Krankenwagen. Halte dein Baby in deinen Armen möglichst flach und mit leicht angehobenen Beinen. Hat es Atemprobleme oder erbricht es, halt es aufrecht. Bleibe möglichst ruhig und sei bei deinem Kind, bis Hilfe eintrifft.

Zusammenfassung

Eine Anaphylaxie bei Kindern ist eine potenziell lebensbedrohliche schwere allergische Reaktion. Sie kann plötzlich auftreten und den gesamten Körper betreffen. Auslöser sind meist bestimmte Lebensmittel wie Hühnereier, Kuhmilch, Nüsse oder Erdnüsse, Insektengift von Bienen oder Wespen, Medikamente oder Latex. Kinder zeigen häufig Hautsymptome. Eine schwere allergische Reaktion kann auch ihre Verdauung, ihre Atemwege und ihren Kreislauf beeinträchtigen. Eine Anaphylaxie muss sofort behandelt werden.

Idealerweise sollte dein Kind jederzeit Zugang zu zwei Adrenalin-Autoinjektoren oder -Nasensprays haben und du – sowie alle anderen betreuenden Personen – solltest wissen, wie und wann diese anzuwenden sind. Ein Anaphylaxie-Notfallplan hilft dabei, sicherzustellen, dass alle Personen im Umfeld deines Kindes richtig reagieren. Eure Ärztin oder euer Arzt sollte den Notfallplan bei jedem Arzttermin mit euch durchgehen.

Die Angst vor einer Anaphylaxie kann für dich, dein Kind und eure ganze Familie fordernd und anspruchsvoll sein. Suche dir unbedingt die Unterstützung, um euch sicher im Umgang mit einer Anaphylaxie zu fühlen, damit eure Lebensqualität wieder steigt.

Wir sind für dich da

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Referenzen

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