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.Was ist die Ursache für meine Allergie(n)?
.Was sind typische Allergiesymptome?
.Was sollte ich tun, wenn ich glaube, dass ich eine Allergie habe?
Von einer Allergie spricht man, wenn dein Immunsystem überreagiert, um dich vor etwas zu schützen, das eigentlich keine Bedrohung darstellt. Dabei kann es sich z.B. um harmlose Pollen, Hausstaubmilben, Schimmelpilze, Haustiere, Lebensmittel, Insektengifte oder ein bestimmtes Medikament handeln. Deine Symptome hängen zum Teil auch davon ab, wie du mit dem Auslöser in Kontakt gekommen bist.
Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) wurde bei etwa einem Drittel der Erwachsenen in Deutschland schon einmal eine Allergie diagnostiziert. Eine Allergie kann dabei in jedem Alter zum ersten Mal auftreten. Manche Menschen entwickeln bereits als Baby, Kleinkind oder Kindergartenkind eine oder mehrere Allergien, während sich die ersten Allergieanzeichen bei anderen erst im Erwachsenenalter zeigen.
Dieser Leitfaden erklärt dir die Grundlagen rund um das Thema Allergien. Du erfährst hier etwas über die Ursachen von Allergien sowie über typische Allergiesymptome und warum sie davon abhängen, auf welchen Auslöser du reagierst. Auch auf die Behandlung von Allergien gehen wir ein. Vielleicht findest du die Antworten auf deine Fragen auch in unserem FAQ-Bereich am Ende dieses Artikels.
Wenn du dich fragst, ob Allergien eine ernsthafte Erkrankung oder nur eine Kleinigkeit sind, schau dir dieses Video an. Hier erklärt dir Prof. Dr. med. Kristian Reich, wie Allergien aus medizinischer Sicht einzuschätzen sind.
Um die Ursache von Allergiesymptomen zu verstehen, werfen wir zunächst einen Blick auf unser Immunsystem: Es hat die Aufgabe, Erreger wie Bakterien oder Viren abzuwehren, um uns gesund zu halten. Eine Allergie tritt auf, wenn dein Immunsystem überreagiert. Es glaubt, dass bestimmte Substanzen gefährlich für dich sind. Diese für dein Immunsystem eigentlich harmlosen Stoffe, die der Körper bei einer Allergie abwehrt, werden als Allergene bezeichnet.
Der Prozess von der Sensibilisierung bis hin zur Entstehung der Allergie läuft so ab:
Einige Faktoren erhöhen das Risiko, an einer Allergie zu erkranken. Andere bestimmen, wann die Symptome am stärksten auftreten. So können Allergene saisonal sein und nur zu bestimmten Zeiten des Jahres auftreten (saisonale Allergie) oder ganzjährig belasten (perenniale Allergie).
Kinder haben ein Risiko von 40 bis 60 Prozent an einer Allergie zu erkranken, wenn ihre Mutter oder ihr Vater unter einer allergischen Erkrankung leiden. Das Risiko erhöht sich auf 60 bis 80 Prozent, wenn beide Elternteile von der gleichen Allergie betroffen sind. Diese familiäre Vorbelastung spielt also eine wichtige Rolle.
Mehrere Faktoren können die Wahrscheinlichkeit, Allergien zu entwickeln, erhöhen:
Lies mehr über Allergien bei Kindern.
Für dich kann die Allergiesaison im Frühjahr, Sommer und/oder Herbst sein, wenn du Heuschnupfen hast – das berichtet auch eine in Zusammenarbeit mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erstellte Übersicht zu diesem Thema. Allergene, die vor allem in Innenräumen auftreten, zum Beispiel Hausstaubmilben, können das ganze Jahr über Symptome verursachen, wobei sie sich häufig verschlimmern, wenn du dich im Herbst wieder vermehrt drinnen aufhältst und die Heizung anstellst.
Ganz so einfach ist das aber natürlich nicht: Die Allergiesaison kann sich je nach Wetterlage von Jahr zu Jahr etwas verschieben. Außerdem kann sich die Allergiesaison von Baumpollen, Gräsern und Kräutern auch überschneiden und damit je nach Allergie langanhaltend für Ärger sorgen.
Eigentlich sind es einzelne Proteine in den Allergenen, die die Allergie auslösen. Diese stammen aus einer Allergenquelle, d.h. aus einem Organismus, der diese Proteine produziert, z.B. aus:
Lies mehr über die verschiedenen Allergieformen.
Pollen sind pulverartiger Blütenstaub, den männliche Pflanzen während der Blütezeit für einige Wochen im Jahr zu Fortpflanzungszwecken freisetzen. Wenn du darauf allergisch reagierst, spricht man auch von Heuschnupfen. Das Einatmen der winzigen Partikel kann eine allergische Rhinitis mit einer dauerhaften Entzündung der Nasenschleimhaut verursachen.
Finde mehr über die Behandlung von Heuschnupfen heraus.
Hausstaubmilben leben unsichtbar in den meisten Wohnungen und können dich zum Husten und Niesen bringen. Die mikroskopisch kleinen Spinnentiere ernähren sich von abgestorbener Haut und mögen dein Bett daher besonders gerne. Interessanterweise ist die Hausstaubmilbenallergie eigentlich keine Reaktion auf die Milben selbst, sondern eher auf ihre zerfallenen Abfallprodukte, wie getrocknete Partikel aus dem Kot und abgestorbenen Milbenkörpern.
Erfahre, wie die Behandlung der Hausstaubmilbenallergie aussieht.
Pelzige oder haarige Haustiere wie Katzen, Hunde, Kaninchen, Meerschweinchen und Pferde können Allergien auslösen – andere Haustiere sind dagegen meist kein Problem, wobei auch Vögel zu Allergien führen können. Genauer gesagt sind es die in Speichel, Schweiß, Urin und Talg enthaltenen Proteine der Tiere, die die allergische Reaktion auslösen können.
Es gibt einige Dutzend Schimmelpilz- und Pilzarten, die mit ihren Sporen allergische Reaktionen auslösen können. Die Arten, die im Freien (zum Beispiel Alternaria) vorkommen, geben ihre Sporen in der Regel von Juli bis zum Frühherbst an die Luft ab und können überwintern, während Kolonien in Innenräumen (Penicillium) unter feuchtwarmen Bedingungen gedeihen und das ganze Jahr über die Symptome einer Schimmelpilzallergie verursachen können.
Bienen- und Wespenstiche können sehr schmerzhaft sein und hinterlassen bei den meisten Menschen eine schmerzende Schwellung, die auch deutlichen Juckreiz hervorrufen kann, jedoch nichts mit einer Allergie zu tun hat. Eine stärkere oder ausgedehntere Reaktion kann hingegen ein Anzeichen für eine potenziell lebensgefährliche Allergie sein. Insektengifte können bei den Betroffenen zu lebensbedrohlichen Reaktionen im Bereich der Atemwege und des Kreislaufs führen (Anaphylaxie).
Lebensmittelallergien können sich zu jedem Zeitpunkt im Leben entwickeln, treten aber am häufigsten bei Babys und Kindern auf. Oft kommt es zu Verdauungsproblemen und Hautausschlägen. Symptome wie Luftnot und Kreislaufprobleme sind nicht nur unangenehm, sondern führen auch überdurchschnittlich häufig zur Anaphylaxie und sind ein medizinischer Notfall.
Es ist wichtig, dass du den Unterschied zwischen Lebensmittelallergien und -unverträglichkeiten kennst. Bei einer Lebensmittelunverträglichkeit ist das Immunsystem nicht beteiligt, sodass die Therapieempfehlungen andere sind als bei einer Allergie.
Unerwartete Beschwerden beim Verzehr von Lebensmitteln (insbesondere Obst, Gemüse und Nüsse) könnten auch durch eine Kreuzreaktion hervorgerufen werden. Verschiedene Substanzen können für dein Immunsystem zum Verwechseln ähnlich sein, so dass es eine vergleichbare Reaktion auslöst. Es ist zum Beispiel typisch, dass Pollenarten untereinander und mit einigen Arten von Lebensmitteln kreuzreagieren.
Ja, das ist sogar ziemlich häufig. Tatsächlich ist mehr als die Hälfte der Menschen, die wegen Atemwegsallergien eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen, auf mehr als eine Substanz sensibilisiert. Dein Immunsystem verändert sich im Laufe deines Lebens ständig, so dass du bis ins hohe Alter noch neue Allergien bekommen kannst.
Die meisten Allergien lösen häufig eine Sofortreaktion aus. Du bekommst also recht bald nach dem Kontakt mit dem Allergen die ersten Beschwerden – normalerweise innerhalb weniger Minuten. In manchen Fällen kann es jedoch auch zu einer Spätreaktion kommen. Bei dieser zeitverzögerten Reaktion kann es noch einige Stunden nach dem Allergenkontakt zu Beschwerden kommen.
Mögliche Anzeichen und Symptome deiner Allergie | |
Inhalative Allergene (Pollen, Hausstaubmilben, Haustiere, Schimmelpilze) |
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Insektengifte |
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Nahrungsmittel |
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Als Nächstes schauen wir uns an, wie du Allergien von Erkältungen unterscheiden kannst, eine Anaphylaxie erkennst und den Zusammenhang zwischen Allergie und Asthma besser verstehst.
Das kann schwierig sein, vor allem bei Kindern, die viel häufiger erkältet sind als Erwachsene. Hier sind aber einige der wichtigsten Unterschiede:
Es handelt sich eher um eine Allergie bei...
Es handelt sich eher um eine Erkältung bei...
Leidest du unter Allergiesymptomen und weißt nicht, ob du diese gut unter Kontrolle hast? Finde es mit diesem kurzen Test heraus.
Hinweis: Dieser Test ist kein Ersatz für eine ärztliche Beratung. Deine Ärztin oder dein Arzt kann dir sagen, ob und was zu tun ist.
..., dass Ihre Symptome derzeit gut unter Kontrolle sind. Das ist erfreulich!
Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Allergiesymptome. Wenn Sie den Verdacht haben, an Heuschnupfen zu leiden, ist die Pollensaison ein guter Zeitpunkt, um den Test zu wiederholen.
Wenn Sie weitere Ratschläge zum Umgang mit Ihren Symptomen wünschen, empfehlen wir Ihnen, einen Termin bei Ihrem Arzt oder einem Allergiespezialisten zu vereinbaren
Ja, das kann sie. Einer wissenschaftlichen Studie zufolge entwickeln bis zu 40 Prozent der Betroffenen mit Heuschnupfen allergisches Asthma und rund 60 Prozent der Menschen mit allergischem Asthma haben ebenfalls auch Heuschnupfen. Der gemeinsame Faktor ist dabei eine Entzündung, die dich zuerst Niesen lässt und später eine keuchende Atmung hervorrufen kann.
Der Weg von einem allergischen Schnupfen zu allergischem Asthma ist Teil einer Abfolge, die auch allergischer Marsch genannt wird. Er beginnt oft mit Hautausschlägen (Ekzem) bereits im Säuglingsalter, gefolgt von Nahrungsmittelallergien und schließlich können auch die Atemwege betroffen sein.
Eine Anaphylaxie ist eine schwere allergische Reaktion, die den ganzen Körper betreffen kann. Sie kann innerhalb von Minuten bis hin zu einigen Stunden nach dem Kontakt mit dem Auslöser auftreten – besonders häufig bei einer Allergie auf Nahrungsmittel, Insektengift und Medikamente.
Du könntest dann folgende Symptome bemerken:
Im Rahmen eines anaphylaktischen Schocks treten bei Betroffenen ein gefährlich niedriger Blutdruck sowie eine deutlich erhöhte Herzfrequenz auf.
Eine Anaphylaxie ist ein Notfall, denn sie kann potenziell lebensbedrohlich werden – das betont die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in ihren Richtlinien. Ruf sofort einen Krankenwagen und verwende deinen Adrenalin-Autoinjektor, falls du einen solchen verschrieben bekommen hast. Personen, bei denen das Risiko einer schweren allergischen Reaktion besteht, tragen manchmal auch 2 Autoinjektoren bei sich. Achtung: Auch wenn du dich schnell wieder besser fühlst, solltest du dich ärztlich vorstellen – es kann nämlich auch eine zweite, zeitlich verzögerte Reaktion auftreten.
Sprich mit deiner Ärztin oder deinem Arzt, wenn du glaubst, eine Allergie zu haben. Erzähle von deinen Symptomen, wann sie auftreten und welche Ursachen du vermutest. Deine Ärztin oder dein Arzt kann einen Allergietest veranlassen, um eine sichere Diagnose zu stellen.
Dabei könnte sich herausstellen, dass du auf Pollen, Hausstaubmilben, Haustiere oder bestimmte Nahrungsmittel allergisch reagierst. Deine Ärztin oder dein Arzt wird dir dann erklären, wie du deine Allergiesymptome behandeln kannst – zum Beispiel durch Vermeidung der Auslöser, Antiallergika oder eine Hyposensibilisierung (Allergie-Immuntherapie).
Gängige Möglichkeiten zur Allergiediagnostik sind die Hautprick- und Bluttestung. Ein positives Ergebnis bedeutet in der Regel, dass du auf eine bestimmte Substanz sensibilisiert bist – du musst aber nicht unbedingt allergisch darauf reagieren. Deshalb braucht deine Ärztin oder dein Arzt zur Interpretation deiner Testergebnisse weitere Angaben rund um deine Symptome und Krankengeschichte.
Ein Allergietest wird in der Praxis deiner Allergologin oder deines Allergologen durchgeführt. Diese können zum Beispiel Ärztinnen und Ärzte mit folgender Spezialisierung sein: Dermatologie, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde oder Lungenheilkunde. Auch Hausärztinnen und -ärzte bieten Allergietestungen an. Bei einem Pricktest werden Tropfen mit verschiedenen Allergenen auf deinen Unterarm geträufelt und mit Hilfe einer Lanzette vorsichtig in die Haut eingebracht. Entwickelt sich eine mückenstichartige Quaddel (größer als ca. 3 mm), so ist der Test positiv. Bei einem Allergie-Bluttest wird eine kleine Blutprobe ins Labor geschickt, wo sie auf spezifische Antikörper untersucht wird, die auf eine Sensibilisierung hinweisen.
Es macht wirklich keinen Spaß, sich mit Allergiesymptomen herumzuschlagen, aber du wirst feststellen, dass Antihistaminika, Mastzellstabilisatoren, Kortikosteroide und abschwellende Mittel helfen können. Diese gibt es – je nach Wirkstoff - in Form von Nasensprays, Augentropfen, Cremes, Tabletten zum Einnehmen, als Sprays und Inhalationslösungen. Ein Nasenspray oder eine Nasendusche mit Kochsalzlösung (Salzwasser) sind einfache, wirkstofffreie Behandlungsoptionen, die in der Apotheke oder in Drogeriemärkten erhältlich sind. Und wenn du ein Ekzem hast, empfiehlt dir die britische National Eczema Society den Einsatz feuchtigkeitsspendender Cremes, die deine Haut beruhigen können.
Deine Ärztin oder dein Arzt kann dir sagen, welches Allergiemedikament das richtige für dich ist. Achte darauf, dass du dich an die Ratschläge deiner Ärztin oder deines Arztes sowie an die Anweisungen in der Packungsbeilage hältst.
Die ursächliche Therapie von Allergiebeschwerden beruht auf einem Training deines Immunsystems. Diese Behandlung wird als Allergie-Immuntherapie oder auch Hyposensibilisierung bezeichnet. Sie wirkt, indem du wiederholt kontrollierte Dosen „deines“ Allergens erhältst. Das Ziel ist es, dass sich dein Immunsystem wieder an die Substanz gewöhnt und sie nicht mehr als Bedrohung ansieht – das kann deine Allergiesymptome während und nach der Behandlung verringern oder auch ganz verschwinden lassen. Die Allergie-Immuntherapie kann außerdem die Wahrscheinlichkeit senken, dass sich Allergien im Laufe der Zeit weiterentwickeln, beispielsweise zu allergischem Asthma oder weiteren Allergien.
Die Behandlung erfolgt je nach Alter und Allergieauslöser in Form von Tabletten, Tropfen oder Injektionen. Sprich mit deiner Ärztin oder deinem Arzt darüber, ob diese Therapie für dich infrage kommt.
Allergien sind ziemlich kompliziert und du hast bestimmt viele Fragen. In diesem Bereich findest du schnelle Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen.
Allergische Erkrankungen können innerhalb einer Familie gehäuft auftreten, denn es besteht eine genetische Komponente. Sind Verwandte ersten Grades betroffen (Eltern, Geschwister) erhöht dies dein Risiko ebenfalls eine Allergie zu entwickelt. Zudem können Umweltfaktoren zur Allergieentstehung beitragen: Nikotinexposition durch Rauchen, Luftverschmutzung und Klimaerwärmung wirken sich negativ auf deine Gesundheit aus. Das Gleiche gilt für frühzeitige Infektionen mit bestimmten Erregern von Atemwegsinfekten (z.B. RSV).
Das Immunsystem löst bei Aktivierung allergische Reaktionen aus. Seine Aufgabe ist es, dich vor echten Bedrohungen wie Viren, Bakterien und Parasiten zu schützen. Bei Allergikerinnen und Allergikern ist das Immunsystem allerdings übermäßig empfindlich und wehrt sich auch gegen eigentlich harmlose Auslöser.
Das ist noch nicht ganz geklärt. Eine Theorie besagt, dass wir in einer immer saubereren, zu stark desinfizierten Umwelt leben, welche das Immunsystem zu wenig beschäftigt. Es muss sich folglich mit weniger Keimen auseinandersetzen und neigt daher eher zu Fehl- und Überreaktionen. Eine andere Theorie macht den übermäßigen Einsatz von Antibiotika dafür verantwortlich. Auch eine Störung im Mikrobiom findet hier Erklärungsansätze. Aber die Debatte wird derzeit noch fortgeführt.
Eine allergische Reaktion ist eine komplizierte Abfolge von Ereignissen, die darauf abzielt, eine vermeintliche Bedrohung so schnell wie möglich wieder aus deinem Körper loszuwerden. Dein Immunsystem bildet Antikörper, sogenannte Immunglobuline (IgE), die Ausschau nach den eigentlich harmlosen Allergenen halten. Wenn sie das Allergen entdecken, senden sie ein Alarmsignal und lösen die Immunreaktion aus. Der Bluttest für Allergien sucht nach genau diesen Antikörpern.
Verschiedene Zellen in deinem Körper setzen Botenstoffe wie Histamin frei oder eilen zum Ort des Kontakts, um zu helfen. Das verursacht verschiedene Allergiesymptome. Dein Körper produziert zum Beispiel mehr Schleim, um alles wegzuspülen, was nicht in den Körper gehört – deshalb läuft vielleicht deine Nase oder deine Augen tränen. Der Juckreiz soll dazu dienen, dich zum Kratzen zu animieren, um so den vermeintlich gefährlichen Eindringling wieder von deiner Haut zu entfernen.
Zu den Allergenen, die häufig für Allergien verantwortlich sind, gehören Pollen, Hausstaubmilben, Katzen- und Hundehaare, Schimmelpilze, Bienen- und Wespengift sowie Nahrungsmittel wie Nüsse, Milchprodukte und Schalentiere.
In der Medizin gibt es derzeit 4 Allergietypen. In diesem Artikel geht es um die Typ I Allergie, dem Soforttyp, welcher mit Bildung von IgE-Antikörpern einhergeht. Man kann Allergien auch nach dem Bereich einteilen, den sie betreffen, also nach Haut, Magen, Atemwegen oder dem ganzen Körper – je nachdem, was der Auslöser ist (siehe Tabelle oben). Da es in der Medizin zu immer neuen Erkenntnissen kommt, wird derzeit an einer neuen Klassifizierung allergischer Erkrankungen gearbeitet, wodurch sich neue Behandlungsansätze ergeben.
Allergien sind die Folge einer Überreaktion des Immunsystems auf eigentlich harmlose Stoffe wie Pollen, Hausstaubmilben, Schimmelpilze, Lebensmittel sowie Insektengift. Atemwegsallergien verursachen einen erkältungsähnlichen allergischen Schnupfen und juckende Augen. Bei Nahrungsmittelallergien kann es zu Verdauungsproblemen, aber auch zu Hautreaktionen und einer Anaphylaxie, einer schweren systemischen allergischen Reaktion, kommen. Insektengifte, Latex- und Arzneimittelallergien können ebenfalls eine Anaphylaxie auslösen, die den ganzen Körper betrifft und lebensbedrohlich werden kann.
Allergien treten in der Regel familiär gehäuft auf, und es gibt ein Muster, wie sie sich entwickeln können, den so genannten allergischen oder atopischen Marsch. Er beginnt oft mit Ekzemen im Säuglingsalter und kann von Nahrungsmittelallergien, Atemwegsallergien und schließlich allergischem Asthma gefolgt werden.
Deine Ärztin oder dein Arzt kann einen Allergietest vorschlagen, um die Verdachtsdiagnose einer Allergie zu bestätigen und einen effizienten Behandlungsplan zu entwickeln. Dazu gehört unter anderem die Vermeidung des Auslösers, die kurzfristige Symptomlinderung durch Antiallergika und möglicherweise eine auf die eigentliche Ursache fokussierte Allergie-Immuntherapie. Wenn man das Problem frühzeitig an der Wurzel packt, kann man ein Fortschreiten der Symptome verhindern.
Allergiecheck macht Allergiewissen verständlich für jeden und hält sich dafür an ein aufwendiges Redaktionsverfahren. Wir legen zum Beispiel Wert auf aktuelle und verlässliche Informationsquellen. Expertinnen und Experten der medizinischen Abteilung überprüfen unsere Inhalte, bevor wir sie an dich weitergeben. Das Experten- sowie auch das Redaktionsteam bemühen sich, jederzeit genau, gründlich, klar und objektiv zu sein. Unsere Redaktionsrichtlinien erklären im Detail, wie wir dies tun.
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Zuletzt medizinisch überprüft am 04. März 2025
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