Ein Mädchen schaut aus dem Fenster. Vielleicht möchte sie gerne draußen spielen, muss aber aufgrund von Asthmabeschwerden zuhause bleiben.

Asthma bei Kindern

Allergien sind eine der häufigsten chronischen Erkrankungen bei Kindern. Schon im Säuglings- oder Kleinkindalter können Neurodermitis, Nahrungsmittelallergien und Atemwegsinfekte auftreten. Und eine Hausstaubmilbenallergie kann sich bereits bei Kleinkindern ab 3 Jahren zeigen.

Kinder und Jugendliche mit Allergien sind häufiger von Asthma bronchiale betroffen als gesunde Gleichaltrige. Tatsächlich ist das Asthmarisiko um das bis zu Siebenfache erhöht, wenn Allergiesymptome der Nase auftreten. Das allergisch bedingte Asthma sollte dabei nicht mit anderen Formen des Asthma bronchiales, zum Beispiel Belastungsasthma oder refluxinduziertem Asthma, verwechselt werden. Wenn Asthma im Zusammenhang mit einer Allergie auftritt, sorgt es immer dann für Symptome, wenn das Kind mit dem entsprechenden Allergieauslöser (Allergen) in Kontakt kommt.

Allergien und Asthma hängen eng zusammen: Beides betrifft die Atemwege deines Kindes. Auch die Gene spielen eine Rolle. Kinder von Eltern mit einer allergischen Erkrankung haben ein höheres Allergierisiko im Vergleich zu Gesunden.

Einen Asthmaanfall zu erleben, kann sowohl für dein Kind als auch für dich sehr beängstigend sein, vor allem, wenn es möglicherweise nicht beschreiben kann, was gerade passiert. Daher kann es für euch hilfreich sein, einen Überblick zu haben, wie sich die Erkrankung bei Kindern zeigen kann. Lies weiter, um mehr über Symptome, Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten zu erfahren – damit du deinem Kind helfen kannst, wieder freier zu atmen.

Ein Junge sitzt auf einer Laufbahn. Bei Belastungsasthma kann körperliche Anstrengung Asthmabeschwerden auslösen.

Allergiebedingte Asthmasymptome bei Kindern

Kinder mit allergischem Asthma haben überempfindliche Atemwege, die leichter auf Reize reagieren. Ihre Bronchien verengen sich schneller und produzieren mehr Schleim. Dadurch fällt das Atmen schneller schwer. Weil auch gesunde Kinder ohne Asthma oder Allergien häufig erkältet sind und dabei sehr ähnliche Beschwerden auftreten, lassen sich die beiden Krankheitsbilder nicht gut unterscheiden.

Symptome von allergisch bedingtem Asthma bei Kindern betreffen die unteren Atemwege und können folgende Beschwerden hervorrufen:

  • Husten: Immer, wenn dein Kind mit dem Allergen in Kontakt kommt, kann sich das allergische Asthma durch Husten äußern. Dieser hält oft länger an als bei einer normalen Erkältung, typische andere Beschwerden einer Erkältung fehlen beim asthmabedingten Husten.
  • Pfeifende Atmung (Giemen): Das pfeifende Geräusch tritt vor allem beim Ausatmen auf.
  • Atemnot: Im Rahmen einer angestrengten Atmung oder sogar Atemnot kommt es zu einer schnelleren Atmung. Du kannst vielleicht beobachten, dass die Haut im Bereich des Brustbeins oder der Rippen eingezogen wird.
  • Engegefühl in der Brust: Kinder wissen oft nicht, wie sie dieses Gefühl beschreiben sollen, und sagen stattdessen, dass sie Bauchschmerzen haben.

Wie dein Kind Asthma erlebt, hängt auch ein Stück weit vom Alter ab. Auch die Symptome und ihre Auslöser können sich verändern.

Atemprobleme im Säuglingsalter (0-1 Jahr)

Bei Säuglingen werden Husten oder Atemstörungen nicht durch Asthma verursacht. Wenn solche Beschwerden auftreten, sind angeborene Erkrankungen oder Fehlbildungen sowie refluxbedingte Symptome möglich und erfordern eine umgehende ärztliche Abklärung. Außerdem können sich Atemprobleme im Rahmen einer Anaphylaxie durch eine Nahrungsmittelallergie oder durch Infekte, zum Beispiel RSV, zeigen.

 

Asthma im Schulkindalter (ab 6 Jahren)

Asthma bronchiale kann ab dem Alter von 5 bis 6 Jahren diagnostiziert werden, sobald eine adäquate Lungenfunktionsprüfung möglich ist. Bei Kindern und Jugendlichen mit Asthma liegt häufig allergisches Asthma vor, und den Beschwerden geht oft ein allergischer Schnupfen oder Neurodermitis voraus. Es ist daher wichtig, sich frühzeitig um relevante Vorerkrankungen zu kümmern und diese angemessen zu behandeln.

 

Asthma im Jugendalter (ab etwa 11 Jahren)

Bis zu diesem Alter ist das Asthmarisiko bei Jungen höher als bei Mädchen. Mit der Pubertät gleicht es sich aus und betrifft danach eher Mädchen bzw. Frauen. Insbesondere in der Pubertät wenden betroffene Jugendliche ihre Asthmamedikamente weniger zuverlässig an oder lassen sie ganz weg. Das kann die Auswirkungen von Asthmabeschwerden auf die Schule und das Sozialleben aber noch verstärken.

Auch das Asthma an sich kann sich während der Pubertät noch einmal verändern. Dies gilt jedoch für beide Richtungen. Manchmal kommt es zu einer vorübergehenden Besserung, jedoch leiden viele Betroffene dann später als Erwachsene erneut unter ihrem Asthma. Nur bei den Wenigsten verschwindet Asthma. Asthma bronchiale ist eine chronische Erkrankung der Atemwege. Eine konsequente Asthmatherapie und regelmäßige ärztliche Rücksprachen sind also in jedem Alter wichtig.

Illustration eines Kindes mit Lunge, die Allergie- und Asthmasymptome hervorhebt.

Illustration eines Kindes mit Lunge, die Allergie- und Asthmasymptome hervorhebt.

 

Was kann Asthma bei Kindern auslösen?

Hierbei muss man zwischen allergischem und nicht-allergischem Asthma unterscheiden:

Allergene wie Hausstaubmilben, Pollen von frühblühenden Bäumen und Gräsern, Tierhaare oder Schimmelpilze gehören zu den häufigsten Auslösern von allergischem Asthma bei Kindern. Dadurch können die gesamten Atemwege deines Kindes entzündet sein: von der verstopften Nase bis hin zu den verengten Atemwegen in der Lunge.

Folgende Risikofaktoren spielen bei nicht-allergischem Asthma eine Rolle:

  • Zigarettenrauch
  • Luftverschmutzung
  • Übergewicht
  • Körperliche Anstrengung (bei Belastungsasthma)
  • Infektionen
  • Kalte/Trockene Luft
  • Atemwegsinfekte
  • Medikamente
  • Stresssituationen

 

Woran du erkennst, dass dein Kind einen Asthmaanfall hat

Ein Asthmaanfall (Asthmaexazerbation) kann sich über mehrere Tage langsam entwickeln oder ganz plötzlich auftreten, und er kann lebensbedrohlich werden. Dein Kind wirkt dann vielleicht unruhig, schlapp und gereizt. Oft spielen, reden, essen oder trinken die Kinder weniger, weil es zu anstrengend ist, ausreichend Luft zu bekommen. Wenn sie ein Asthmaspray haben, benutzen sie es eventuell häufiger als sonst, aber es hilft nicht ausreichend.

Kinder können in Panik geraten, wenn sie einen Asthmaanfall haben, und das kann ihre Symptome zusätzlich verschlimmern. Was sie dann brauchen, ist medizinische Hilfe und Beruhigung durch einen Erwachsenen, auch wenn du selbst Angst hast. Sorge dafür, dass dein Kind aufrecht sitzt und geht die Empfehlungen auf eurem Asthma-Aktionsplan durch, den ihr von der Ärztin oder dem Arzt erhalten habt. Bei einem schweren Anfall solltest du die Notrufnummer 112 wählen.

 

 

Asthma bei Kindern diagnostizieren

Eine Diagnose zu stellen, ist wie ein Puzzle zusammenzusetzen. Die Ärztin oder der Arzt deines Kindes braucht dafür viele verschiedene Informationen. Überlege dir vor dem Termin, wie du Fragen wie diese beantworten würdest:

  • Gibt es eine familiäre Vorgeschichte von Allergien, Asthma oder Neurodermitis?
  • Gibt es wiederkehrende Muster, wann die Symptome deines Kindes auftreten?
  • Hat dein Kind bekannte Allergien oder weitere Symptome, die allergisch bedingt sein könnten?
  • Nimmt dein Kind Medikamente oder hast du schon andere Mittel ausprobiert?
  • Ist dein Kind regelmäßig Passivrauch, hoher Luftverschmutzung, Feuchtigkeit oder Schimmel ausgesetzt?
  • Ist dein Kind ein ehemaliges Frühgeborenes, mit niedrigem Geburtsgewicht oder per Kaiserschnitt geboren worden? Gab es unmittelbar nach der Geburt Atemprobleme?

Wenn sich der Hinweis auf ein Asthma erhärtet, wird dir eure Ärztin oder euer Arzt vermutlich weitere Diagnostik vorschlagen.

Ein Kind macht beim Arzt einen Lungenfunktionstest, um mögliches Asthma zu diagnostizieren. Es trägt eine Nasenklammer und bläst in ein Röhrchen.

Tests auf Asthma

Es ist schwierig, Kleinkinder und jüngere Kinder auf Asthma zu untersuchen, da sie dafür meist gut mitarbeiten und gezielt in ein Gerät pusten müssten. Manchmal verschreibt die Ärztin oder der Arzt daher zunächst ein atemwegserweiterndes Medikament, um zu sehen, ob die Symptome dadurch besser werden. Häufige Tests für ältere Kinder und Erwachsene sind:

  • Lungenfunktionstest: Ein anderer Begriff für diesen Atemtest, den sogar Astronauten machen, lautet Spirometrie. Ein Computer misst unter anderem, wie schnell dein Kind in ein Röhrchen pusten kann und wie viel Luft die Lunge aufnimmt. Diese Testmethode liefert sehr viele wertvolle Informationen über die Lunge, benötigt jedoch auch eine gute Mitarbeit bei der Durchführung. Beim Asthma spielt vor allem der Atemwegswiderstand während der Ausatmung eine Rolle.
  • Peak-Flow-Test: Auch hier wird der Atemwegswiderstand gemessen, während dein Kind ausatmet. Das Gerät ist jedoch etwas kleiner und wird von Betroffenen vor allem im Alltag benutzt, um die Lungenfunktion im Auge zu behalten und Asthmaanfälle frühzeitig zu bemerken.
  • FeNO-Test: Dabei wird der Gehalt an Stickstoffmonoxid in der Ausatemluft gemessen. Bei Entzündungen der Atemwege ist er erhöht. Außerdem lässt sich daran erkennen, ob die verordneten Asthmamedikamente gut wirken (und ob dein Teenager sie überhaupt richtig einnimmt), denn bei einer guten Asthmakontrolle sinkt der Stickstoffmonoxidgehalt wieder.

Wie bei jeder Diagnosestellung findet natürlich auch eine körperliche Untersuchung statt und die Ärztin oder der Arzt wird die Lunge deines Kindes abhören.

Allergietests

Liegt ein allergisches Asthma vor, wird die Ärztin oder der Arzt deines Kindes einen Allergietest vorschlagen, um mögliche Allergieauslöser zu identifizieren. Am häufigsten werden der Pricktest und der Allergie-Bluttest eingesetzt. Beim Pricktest werden Tropfen mit möglichen Allergenen auf den Arm deines Kindes gegeben und vorsichtig in die oberste Hautschicht eingebracht. Bildet sich innerhalb von 15 Minuten eine rote, erhabene Quaddel, die einem Mückenstich ähnelt, gilt das als positive Reaktion. Das bedeutet, dass dein Kind sensibilisiert ist und eine Allergie haben könnte, die seine Asthmaanfälle auslöst. Mit einem Bluttest lassen sich mögliche Auslöser ebenfalls genau bestimmen. Die Ärztin oder der Arzt erklärt dir anschließend die Ergebnisse des Allergietests deines Kindes.

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Umgang mit Asthma bei Kindern

Wenn bei deinem Kind Asthma diagnostiziert wurde, ist der nächste Schritt ein Asthma-Aktionsplan. Diesen erstellt ihr gemeinsam mit der Ärztin oder dem Arzt. Dein Kind sollte hierbei altersgerecht mit einbezogen werden. Wenn nicht, sollte es zumindest wissen, dass es den Plan gibt – so können auch andere Erwachsene, die sich um dein Kind kümmern, ihn nutzen.

Die Idee dahinter: Alle wichtigen Informationen sind an einem Ort gesammelt. Ein Asthma-Aktionsplan beschreibt in der Regel:

  • Maßnahmen zur Risikoreduktion von Asthmaanfällen
  • Mögliche Symptome deines Kindes während eines Asthmaanfalls
  • Welche Medikamente wann, wie und in welcher Dosierung genommen werden
  • Warnsignale, bei denen umgehend eine ärztliche Vorstellung erfolgen sollte

Nimm den Asthma-Aktionsplan zu allen Arztterminen mit, damit er immer aktuell bleibt.

Person schaut in die Klarify-App, um Pollenbelastung und Luftqualität zu prüfen – beides kann Asthmaanfälle auslösen.

Unsere Allergie-App

Hol dir Informationen zu Allergieauslösern und zum tagesaktuellen Pollenflug sowie einen Pollenkalender. Die App hält außerdem Wettervorhersagen und Hinweise zur Luftqualität bereit – zusammen mit Allergietipps für dich und vielem mehr.

 

 

7 praktische Tipps für Eltern von Kindern mit Asthma

  1. Teile den Asthma-Aktionsplan deines Kindes mit Kita, Kindergarten oder Schule. Auch Familienmitglieder und die Eltern von Freunden könnten es hilfreich und beruhigend finden, eine Kopie zu haben.
  2. Lerne gemeinsam mit deinem Kind, wie man ein Peak-Flow-Messgerät benutzt, um Asthmaanfälle frühzeitig zu erkennen. Die Atmung deines Kindes kann normal wirken, selbst wenn die Lungenfunktion schon nachlässt.
  3. Überlege dir, wie du mit deinem Kind über Asthma sprichst. Verwende einfache Worte und nimm vielleicht eines seiner Spielzeuge als Anschauungshilfe. Zudem können dich kindgerechte Bücher zum Thema unterstützen.
  4. Erstelle ein Belohnungsposter, damit jüngere Kinder lernen, wie wichtig die regelmäßige und konsequente Einnahme bzw. Anwendung von Asthmamedikamenten ist und sie regelmäßig daran erinnert werden. Ältere Kinder können ihre Einnahme auch im Handy notieren oder Erinnerungsfunktionen nutzen. Die Klarify-App kann helfen, Auslöser wie Luftqualität und Pollenbelastung im Blick zu behalten.
  5. Jugendliche hören manchmal eher auf Erwachsene, die nicht ihre Eltern sind. Ermutige dein Kind z.B., mit der Ärztin oder dem Arzt zu sprechen. Wichtig ist auch, dass sie verstehen: Zigarettenrauch, Vaping, Alkohol und Drogen können die Gesundheit und damit auch Asthmasymptome verschlimmern.
  6. Menschen mit Asthma bronchiale können für bestimmte Zusatzimpfungen (z.B. RSV und Influenza) außerhalb der allgemein geltenden STIKO-Impfempfehlungen infrage kommen. Fragt bei eurer Ärztin oder eurem Arzt nach. Viele Krankenkassen bieten für Menschen mit Asthma bronchiale besondere Betreuungsprogramme und Unterstützung - hier kann sich also ein Nachfragen bei der entsprechenden Kasse lohnen.
  7. Wendet euch frühzeitig an eure behandelnde Ärztin oder den Arzt, wenn ihr das Gefühl habt, dass etwas nicht gut läuft.

 

Wie man Asthmasymptome bei Kindern behandelt

Asthmamedikamente und ihre Dosierungen hängen davon ab, wie alt dein Kind ist und ob die Erkrankungsschwere eher mild, mittel oder schwer ist. Gib deinem Kind niemals Asthmamedikamente in Eigenregie und ohne ärztliche Rücksprache.

Ein Mädchen sitzt auf dem Schoß ihres Vaters, während er und ihre Mutter zusehen, wie sie den Umgang mit ihrem Asthmaspray übt

Egal ob allergisches oder nicht allergisches Asthma: In der Asthmatherapie unterscheidet man zwei Arten von Asthmamedikamenten.

  1. Medikamente zur Akuttherapie: Sie wirken schnell bronchienerweiternd und erleichtern so wieder die Atmung, ihre Wirkdauer ist jedoch nur kurz und sie behandeln auch nicht die chronische Entzündung in den Atemwegen.
  2. Asthmamedikamente zur Langzeitkontrolle der Asthmasymptome: Sie benötigen etwas Zeit bis zur Wirkung, wirken dafür aber auch länger und behandeln vor allem auch die chronische Entzündung.

Oft werden Asthmamedikamente in Kombination genutzt. Am häufigsten sind entzündungshemmende Kortisonpräparate, die auch bei Heuschnupfen eingesetzt werden, und Beta-2-Agonisten, die gleichzeitig die Atemwegsmuskulatur deines Kindes entspannen. Ziel der Asthmatherapie ist es generell, dass das Medikament zur Langzeitkontrolle so gut wirkt (konsequente und richtige Anwendung!), dass kaum oder gar keine Akutmedikamente benötigt werden.

Befolge die ärztliche Verschreibung genau und überprüfe die Inhaliertechnik deines Kindes regelmäßig. Bist du dir unsicher, so führt ihr dies gemeinsam in Begleitung eurer Ärztin oder eures Arztes durch, bis ihr alle Schritte gut verstanden habt und euch sicher seid. Wirken die Asthmamedikamente einmal nicht so wie ihr es gewohnt seid, holt euch rechtzeitig weitere medizinische Unterstützung, um akute Asthmaanfälle zu vermeiden. Achte auch darauf, wie lange die Medikamente deines Kindes reichen und besorgt rechtzeitig neue Rezepte, wenn sich euer Vorrat dem Ende neigt. Gerade bei Asthmamedikamenten ist es wichtig, dass sie regelmäßig und konsequent angewendet werden und Therapiepausen ohne ärztliche Rücksprache vermieden werden.

 

Bessere Asthmakontrolle durch die Behandlung einer zugrundeliegenden Allergie bei Kindern

Wenn die Diagnose allergisches Asthma lautet, ist es wichtig, auch die Allergie(n) deines Kindes gut im Griff zu haben. Ein Schritt im Asthma-Aktionsplan ist es, den Kontakt mit relevanten Allergenen so weit wie möglich zu reduzieren. Die Ärztin oder der Arzt kann dir außerdem sagen, welche Allergiemedikamente für dein Kind geeignet sind, um kurzfristig Symptome des allergischen Schnupfens (allergische Rhinitis) zu lindern. Das könnten Antihistaminika oder Kortison sein. Wenn jedoch auch die Ursache einer Allergie behandelt werden soll, dann solltet ihr gemeinsam über die Möglichkeit einer Allergie-Immuntherapie (Hyposensibilisierung) nachdenken.

Ziel der Allergie-Immuntherapie ist es, das Immunsystem des Körpers wieder so zu trainieren, dass es eigentlich harmlose Allergene nicht länger als Bedrohung wahrnimmt.  Das kann bei einer guten Asthmakontrolle zeitgleich zur sonstigen Anwendung der Asthmamedikamente durchgeführt werden. Idealerweise wird so auch der Bedarf an Kortison und kurzfristig wirksamen, antiallergischen Medikamenten reduziert. Auch die Häufigkeit von Asthmaanfällen kann abnehmen.

 

Die Kurzfassung

Allergisches Asthma im Kindesalter ist eine ernste Atemwegserkrankung, die durch Allergien ausgelöst wird und oft gehäuft in Familien mit einer Neigung zu allergischen Erkrankungen vorkommt. Typische Symptome sind anhaltender Husten, pfeifende Atmung, Atemnot, aber auch ein Engegefühl in der Brust.

Es gibt verschiedene Asthma- und Allergietests, die Kinder machen können. Wenn die Diagnose Asthma lautet, erstellt ihr gemeinsam mit der Ärztin oder dem Arzt – und, falls alt genug, mit deinem Kind – einen Asthma-Aktionsplan. Dieser hilft dir und allen, die dein Kind betreuen, die Symptome im Blick zu behalten und beschreibt, wann und wie welche Medikamente angewendet werden sollen. Asthmasprays sind unverzichtbar und gehören zur Behandlung. Ihre regelmäßige Anwendung ist wichtig, damit die Behandlung funktioniert. Wenn Allergien Auslöser sind, kann die Ärztin oder der Arzt außerdem Antihistaminika oder Kortikosteroide zur kurzfristigen Symptomlinderung verschreiben. Bei Allergien kann auch eine Allergie-Immuntherapie infrage kommen. Sie bietet die Möglichkeit, Allergiesymptome ursächlich und langfristig besser in den Griff zu bekommen.

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Allergiecheck macht Allergiewissen verständlich für jeden und hält sich dafür an ein aufwendiges Redaktionsverfahren. Wir legen zum Beispiel Wert auf aktuelle und verlässliche Informationsquellen. Expertinnen und Experten der medizinischen Abteilung überprüfen unsere Inhalte, bevor wir sie an dich weitergeben. Das Experten- sowie auch das Redaktionsteam bemühen sich, jederzeit genau, gründlich, klar und objektiv zu sein. Unsere Redaktionsrichtlinien erklären im Detail, wie wir dies tun.

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