Pollenbelastung in Hamm – Geografie & Hotspots
Hamm liegt im östlichen Ruhrgebiet am Übergang zum Münsterland und wird von der Lippe in eine nördliche und eine südliche Hälfte geteilt. Die flache Landschaftsstruktur der Lippeaue mit ihren ausgedehnten Wiesen, Feuchtgebieten und Auenwäldern begünstigt die Verbreitung von Pollen über weite Strecken. Hinzu kommt der Datteln-Hamm-Kanal, der zusammen mit der Lippe einen breiten Grünkorridor durch die Stadt bildet.
Die zahlreichen Parks und Grünflächen der Stadt tragen zur erhöhten Pollenbelastung bei. Der Maximilianpark im Osten – mit rund 22 Hektar eine der größten Parkanlagen der Stadt – bietet weitläufige Staudengärten, Wiesen und alten Baumbestand. Der Lippepark im Westen, entstanden auf ehemaligem Bergbaugelände, schließt mehrere Areale ein und erstreckt sich über insgesamt etwa 42 Hektar mit Waldflächen, Wiesen und Haldenlandschaften. Auch die innerstädtischen Ringanlagen, die seit 1913 die Kernstadt wie ein grünes Band umschließen, sowie der Kurpark im historischen Bad Hamm setzen während der Pollensaison erhebliche Mengen an Gräser- und Baumpollen frei.
Am Stadtrand, insbesondere in Richtung Norden und Osten, befinden sich ausgedehnte landwirtschaftliche Flächen und die naturnahen Auenlandschaften der Lippeaue. Diese offene Landschaft ist eine bedeutende Quelle für Gräserpollen, die durch den vorherrschenden Westwind bis in die Innenstadt getragen werden. Die Auengebiete mit ihren Feuchtwiesen, Röhrichten und Altarmen bilden zudem Lebensräume für zahlreiche Pflanzenarten, die zusätzlich zur Pollenkonzentration beitragen.
Bäume und Pflanzen in Hamm
In Hamm sind Birken, Erlen, Eichen, Eschen und Pappeln weit verbreitet – sowohl als Straßenbäume als auch in den Parks und entlang der Lippe und ihrer Auen. Besonders Birken sorgen im Frühjahr für hohe Pollenwerte und sind in vielen Wohngebieten und Parkanlagen zu finden. Auch Schwarzpappeln, die in den renaturierten Lippeauen wieder heimisch geworden sind, tragen zur Pollenbelastung im Frühjahr bei. Im Frühsommer stellen Gräserpollen eine starke Belastung für Allergikerinnen und Allergiker dar, vor allem in den weitläufigen Wiesen der Lippeaue, im Maximilianpark und im Lippepark. Im Spätsommer finden sich verstärkt Beifuß- und Ambrosiapollen in der Luft. Diese Kräuter wachsen häufig an Straßenrändern, auf Brachflächen und entlang von Bahntrassen im Stadtgebiet.
Pollensaison-Überblick
Hamm hat eine ausgeprägte Pollensaison, die zwischen Dezember und Januar mit Hasel- und Erlenpollen beginnt, gefolgt von der Birkenblüte im Frühjahr. Ab Mai sind Gräserpollen besonders aktiv, während im Spätsommer Beifuß und Ambrosia Allergikerinnen und Allergikern Beschwerden bereiten können. Durch die flache Landschaftsstruktur und die offenen Auenlandschaften entlang der Lippe können Pollen an windigen Tagen aus dem weiten Umland in die Stadt gelangen und die Belastung verstärken.