AUSLÖSER, SYMPTOME & BEHANDLUNG

Pappelpollenallergie

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Pappelpollenallergie: Symptome und Tipps für Betroffene

Pappelpollenallergiker reagieren unterschiedlich stark auf die umherfliegenden Pappelpollen. Die Allergie äußert sich durch typische Symptome wie Schnupfen, Niesen, brennende Augen oder gereizte Atemwege.

Auch Kreuzallergien mit anderen Pflanzenpollen oder Lebensmitteln sind möglich. Lesen Sie im Folgenden, woran Sie eine Pappelallergie erkennen und wie Sie sich als Allergiker am besten schützen.

 

Blütezeit und Pollenflug der Pappel

Die Pappel gehört zur Familie der Weidengewächse und ist in weiten Teilen Europas verbreitet. Zu den wichtigsten heimischen Arten zählen die Schwarzpappel, Zitterpappel und Silberpappel. Ähnlich wie die Weide ist auch die Pappel häufig in der Nähe von Gewässern anzutreffen. Sie wird jedoch auch als Schattenspender, Sichtschutz und als Bepflanzung für Landstraßen verwendet.

Pappel

 

Pappeln gelten im weiteren Sinne als Frühblüher. Ihre Hauptblütezeit ist im April. Pollenallergiker müssen jedoch von März bis Mai mit einer erhöhten Pollenbelastung rechnen. In milden Wintern kann die Pappel auch schon im Februar blühen.

In Zusammenhang mit der Pappelallergie ist häufig von der sogenannten Pappelwolle die Rede. Damit sind die watteähnlichen Bäusche gemeint, die im Frühjahr umherfliegen. Hierbei handelt es sich allerdings nicht um Pappelpollen, sondern um die Samenfäden der Pappelfrüchte. Im Gegensatz zu den Pollen ist die Pappelwolle für Allergiker unbedenklich.

Woran erkenne ich eine Pappelpollenallergie?

Eine Pappelpollenallergie äußert sich durch typische Heuschnupfen-Symptome:

- Schnupfen, laufende Nase
- juckende oder brennende Augen
- Anschwellen der Nasenschleimhäute
- gereizte Atemwege
- Hautrötungen oder Quaddeln

Falls Sie im Frühjahr unter oben genannten Beschwerden leiden, liegt der Verdacht auf eine Allergie gegen Birke, Erle oder Hasel nahe. In seltenen Fällen kann auch eine Pappelallergie Ursache der Beschwerden sein. In diesem Fall kann es sinnvoll sein, einen Allergietest beim Arzt zu machen.

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Pappelpollenallergie und Kreuzallergien

Wie viele Pollenallergien geht auch die Pappelpollen-Allergie häufig mit Kreuzallergien einher. Bei der Pappel betrifft das vor allem die Weide. Auch mit anderen Pflanzenpollen können Kreuzallergien auftreten. Häufig ist ebenfalls eine Kreuzallergie von Pappelpollen mit Nahrungsmitteln. Oft sind Nüsse, Kern- und Steinobst, aber auch Gemüse wie Karotten oder Sellerie Auslöser.

 

Wie wird eine Pappelpollenallergie diagnostiziert?

Für die Diagnose einer Pappelallergie stehen dem Arzt verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Erste Hinweise geben die Symptome sowie der Zeitraum, in dem diese auftreten. Der Pollenflug der Pappel ist um den April herum am stärksten, sodass zu dieser Jahreszeit besonders an eine Pappelallergie und andere Frühblüher gedacht werden muss.

Bei Verdacht auf Pappelpollen-Allergie kann der Arzt einen Allergietest durchführen. Dazu macht er einen einfachen Hauttest und gegebenenfalls auch einen Bluttest, um die auslösenden Allergene zu bestimmen. Beim sogenannten Pricktest wird das Allergen in geringer Dosierung auf die Haut gebracht. Anhand der Reaktion kann der Arzt eine Pappelallergie ebenso wie mögliche Kreuzallergien feststellen.

    Welche Therapiemöglichkeiten gibt es für Allergiker?

    Zur Behandlung einer Pollenallergie werden häufig Medikamente eingesetzt. Diese sogenannten Antiallergika sind unter anderem in Tropfen- und Tablettenform erhältlich. Sie wirken gegen die akuten Heuschnupfen-Symptome, bekämpfen die Pollenallergie aber nicht ursächlich.

    Kinder auf der Wiese

    Je nach Ausprägung der Beschwerden kommt auch eine Hyposensibilisierung infrage. Hierbei wird der Körper dem Allergen immer wieder in steigender Dosierung ausgesetzt. Ziel der Hyposensibilisierung ist es, den Körper schrittweise an das Allergen zu gewöhnen, bis irgendwann keine Symptome mehr auftreten.

    Für Allergiker ist es ebenfalls wichtig, das Allergen im Alltag möglichst zu meiden. Einen guten Überblick über den Pollenflug der Pappel und anderer Pflanzen bietet der Pollenflugkalender. Nutzen Sie auch unsere Pollenflug-App, um sich über die Pollenbelastung in Ihrer Region tagesaktuell zu informieren.

     

    Worauf sollte ich als Pollenallergiker achten?

    Für Pollenallergiker ist es besonders wichtig, die auslösenden Allergene bestmöglich zu meiden und aus den Wohnräumen fernzuhalten. Mit folgenden Verhaltenstipps reduzieren Sie die Pollenbelastung im Alltag:

    • Fenster und Türen geschlossen halten, Pollenschutzgitter verwenden
    • Sport und lange Aufenthalte im Freien vermeiden
    • auf dem Land abends lüften, in der Stadt morgens lüften
    • Luftreiniger verwenden
    • Staubsauger mit Filter verwenden
    • Straßenkleidung häufig waschen und nicht im Schlafzimmer tragen
    • Haare vor dem Schlafengehen waschen

    Letztes Update: 27/05/2019