Könnten bestimmte Lebensmittel allergische Symptome verursachen?

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Wussten Sie, dass Sie aufgrund Ihrer Pollenallergie auch auf bestimmte Lebensmittel reagieren können? Verspüren Sie nach dem Essen manchmal ein Jucken im Mund oder andere allergische Symptome, gehören Sie vielleicht zu den rund 70 Prozent, die unter einer Kreuzallergie leiden.

Bei Heuschnupfen kann es zu Kreuzreaktionen bei bestimmten Früchten, Gemüsesorten oder Nüssen kommen: Die Folgen sind entsprechende allergische Symptome.

Gerade bei Baumpollenallergien sind Kreuzallergien nicht selten.

Baumpollen haben nämlich ähnlich „gestrickte“ Proteine wie bestimmte Früchte. Wenn Sie zum Beispiel allergisch gegen Birkenpollen sind, können Sie ebenso auf Äpfel oder Haselnüsse reagieren. Denn Ihr Körper erkennt hier ähnlich strukturierte Substanzen und wehrt diese ab.

Ihr Immunsystem ist quasi überfürsorglich. Es meint es ja nur gut, geht aber in seiner Besorgnis zu weit. Das kann dazu führen, dass es beim kleinsten Protein, das an Birkenpollen erinnert, z.B. in einem Apfel, sofort eine Armee von Zellen losschickt, um die Körperregion zu verteidigen! 

Die Folge ist eine frustrierende Kette oraler Symptome, auf die Sie sicher gern verzichten würden.

Haben Sie Symptome einer Kreuzallergie?

Am häufigsten beeinflusst die Kreuzreaktivität den Mund. Meist kommt es zu Schwellungen, Juckreiz oder Kratzen im Mund, Rachen und Hals. Ähnliche Effekte machen sich mitunter auch äußerlich im Gesicht, an den Lippen, dem Hals und den Ohren bemerkbar.

Kreuzallergien können das ganze Jahr über unangenehme orale allergische Symptome verursachen.1 Gerade, wenn Sie eine Baumpollenallergie haben, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Sie doppelt bestraft sind. Allein schon mit Blick auf Ihr Wohlbefinden macht es Sinn, alle Lebensmittel zu identifizieren, die allergische Symptome auslösen könnten (mehr zu den triggernden Lebensmitteln s.u.). Tatsächlich berichteten 86 Prozent der Befragten mit einer Kreuzallergie, dass sie das ganze Jahr über Symptome bemerken.

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Erste Schritte zur Reduzierung Ihrer Kreuzallergie

1. Finden Sie heraus, auf welche Lebensmittel Sie reagieren

Die Art Ihrer Pollenallergie bestimmt, welche Lebensmittel bei Ihnen allergische Symptome verursachen. Auslöser, die mit Birkenpollen kreuzreagieren, unterscheiden sich von denen mit einer Gräserpollenallergie einhergehenden Kreuzallergenen. 

Unten haben wir die Lebensmittel aufgelistet, die dafür bekannt sind, allergische Symptome bei Menschen mit Baum- und/oder Gräserpollenallergie hervorzurufen. 

Das heißt nicht, dass all diese Lebensmittel für alle Menschen gleichermaßen problematisch sind. Daher ist der erste Schritt festzustellen, welche Lebensmittel Sie persönlich betreffen. Hilfreich kann auch das Führen eines Ernährungs- und Symptomtagebuchs sein, um mögliche Muster zu erkennen.

baum

Gräser

2. Vielfalt ist wichtig 

Interessanterweise kann die Vielfalt der Frucht- oder Gemüsesorten die den Schweregrad einer allergischen Reaktion mitbestimmen. Zum Beispiel verursachen grüne Granny Smith Äpfel viel häufiger Kreuzreaktionssymptome als einheimische Sorten. Experimentieren Sie mit kleinen Mengen verschiedener Sorten und beobachten Sie die einzelnen Auswirkungen.

3. Werden Sie bei der Zubereitung kreativ

Jetzt ist die perfekte Zeit, Ihre Obstkuchen und Marmeladen zu perfektionieren und mit Freunden zu teilen. Denn das Kochen von Früchten deaktiviert viele der Proteine, die sonst eine Kreuzreaktivität verursachen würden. Es ist gut möglich, dass Sie so doch noch in den süßen Genuss kommen. Gleiches gilt für Gemüse: Gekochte Karotten und Kartoffeln sind empfehlenswerte Beilagen. Natürlich gibt es immer Ausnahmen. Einige Leute werden auch auf gekochtes oder zubereitetes Obst und Gemüse reagieren.

Obstkuchen

4. Suchen Sie Unterstützung bei einem Spezialisten

Ihr Arzt oder Allergologe kann Ihnen eine auf Sie zugeschnittene Ernährungsberatung empfehlen. Wenn Sie Hilfe bei der Suche nach einem Arzt in Ihrer Nähe benötigen, klicken Sie hier