Hyposensibilisierung mit Tropfen

Ein paar Tropfen - damit es der Allergie an den Kragen geht

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Was ist eine Hyposensibilisierung mit Tropfen?

Die Hyposensibilisierung (auch als spezifische Immuntherapie oder Allergie-Impfung bekannt) setzt da an, wo die Allergie entsteht. Sie behandelt die Überempfindlichkeit Ihres Immunsystems gegenüber bestimmten Substanzen. Wenn Sie Ihre Allergie bei der Ursache packen wollen, ist die Hyposensibilisierung die einzige nachhaltig erfolgversprechende Therapie-Möglichkeit. Was viele nicht wissen: Die spezifische Immuntherapie gibt es nicht nur in Form von Spritzen, mit denen die Allergene direkt unter die Haut gespritzt werden. Die Hyposensibilisierung kann auch sublingual, also unter der Zunge, z.B. mit Tropfen durchgeführt werden. Dabei tröpfeln Sie die Allergen-Präparate unter die Zunge.

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Welche Vorteile hat die Hyposensibilisierung in Form von Tropfen?

Die Vorteile der Hyposensibilisierung mit Tropfen sind folgende:

  • Sie können die Tropfen selbständig einnehmen.
  • Sie können die Tropfen an nahezu jedem beliebigen Ort einnehmen.
  • Es ist lediglich eine kurze Anleitung durch den Arzt erforderlich.
  • Im Vergleich zu einer Hyposensibilisierung mit Spritzen sind weniger Arzttermine notwendig
  • Die Tropfen sind meist gut verträglich.

Zu Beginn der Behandlung verspüren viele Patienten für kurze Zeit ein Kribbeln oder Brennen im Mund, das bei den meisten aber nach ein paar Tagen der Einnahme nicht mehr auftritt. Um Beschwerden zu lindern, können Sie 5 Minuten nach der Einnahme Eiswürfel lutschen oder etwas essen.

Vergleich Allergie-Impfung und Symtomatika

 

Gegenüber einer symptomatischen Behandlung etwa mit Antihistaminika hat die Hyposensibilisierung einen entscheidenden Vorteil: Sie behandelt die Ursache der Allergie. Statt die Symptome nur zu lindern oder zu unterdrücken, kann die Allergie-Impfung zu einer tatsächlichen Verbesserung der Allergiebeschwerden führen. Im besten Fall verschwindet die Allergie für lange Zeit komplett.

Wie läuft eine Hyposensibilisierung mittels Tropfen ab?

Die sublinguale Hyposensibilisierung mit Tropfen gleicht der Allergie-Impfung in Tablettenform. Statt Tabletten unter die Zunge zu legen, träufeln Sie die allergenhaltige Lösung einfach unter die Zunge. Die Tropfen behalten Sie für etwa zwei bis drei Minuten im Mund, dann schlucken Sie diese herunter.

Bei welchen Allergien eignet sich die sogenannte sublinguale Immuntherapie (SLIT) in Form von Tropfen?

Bei Allergien gegen:

  • Pollen,
  • Hausstaubmilben,
  • Schimmelpilze
  • Tierallergene.

Glauben Sie, eine Hyposensibilisierung mit Tropfen könnte für Sie die passende Allergiebehandlung sein?

Vor Beginn der Therapie sollten Sie folgende Punkte mit Ihrem Arzt besprechen:
• Nehmen Sie Medikamente ein? Wenn ja, welche?
• sind Sie schwanger oder planen Sie eine Schwangerschaft?
• Haben Sie eventuell Beschwerden in der Mundhöhle oder an den Zähnen?
• Leiden Sie an einer chronischen Erkrankung bzw. unter folgenden Erkrankungen?
• Autoimmunkrankheiten
• Herz-Kreislauf-Erkrankungen
• bösartige Tumore
• Immunschwäche
• schweres oder unkontrolliertes Asthma

Finden Sie hier die Fragen an Ihren Arzt.

 

Wichtig:

  • Halten Sie sich exakt an die Anweisungen Ihres Arztes zur Tropfeneinnahme, um den bestmöglichen Effekt zu erreichen.
  • Die Anwendung erfolgt nach ärztlichen Vorgaben.
  • Nehmen Sie die Tropfen täglich ein.
  • Nehmen Sie die Tropfen über den gesamten Behandlungszeitraum ein: mindestens drei Jahre – sofern Ihr Arzt keine anderen Anweisungen gegeben hat.
  • Brechen Sie die Einnahme nicht ab, wenn sich vielleicht schon erste Verbesserungen der Allergiesymptome bemerkbar machen.

Was sind die häufigsten Nebenwirkungen einer Hyposensibilisierung in Tropfenform?

  • Zu Beginn der Behandlung treten häufig lokale Symptome im Mund- und Rachenraum auf, wie Schleimhautschwellungen und Juckreiz. Diese verschwinden in der Regel wieder nach kurzer Zeit.
  • Müdigkeit, Kopfschmerzen oder Symptome im Magen-Darmtrakt können teilweise auftreten.
  • Weitere Hinweise auf mögliche Nebenwirkungen finden Sie in der Packungsbeilage.

Letztes Update: 15/07/2019