Bekämpfen Sie Ihre Allergie effektiv!

Hyposensibilisierung

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Was ist eine Hyposensibilisierung?

Die Hyposensibilisierung ist im Grunde nichts anderes als eine Allergie-Impfung. Ärzte sprechen auch von der spezifischen Immuntherapie oder Allergie-Immuntherapie. Diese Behandlungsform lindert nicht nur die Symptome, sie bekämpft auch die Ursache Ihrer Allergie: Eine Überreaktion Ihres Immunsystems. Wenn Sie sich auf diese Behandlung einlassen, packen Sie Ihre Allergie bei der Wurzel.

Das Prinzip ist einfach: Bei einer Allergie reagiert das Abwehrsystem auf eigentlich harmlose Substanzen. Abwehrzellen stufen diese fälschlicherweise als zu bekämpfende Stoffe ein. Mit einer Hyposensibilisierung kann diese Überreaktion verringert werden. Durch die Konfrontation mit kontrollierten Mengen eines bestimmten Allergens gewöhnen sich die Abwehrzellen an diese Allergene. So gesehen ist die Hyposensibilisierung eine Art Training – hin zu mehr Toleranz.

Hyposensibilisierung: Die Natur als Vorbild

Dr. Kristina erklärt Ihnen kurz, wie die Hyposensibilisierung funktioniert.

FAQs zur Hyposensibilisierung

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, um eine Allergie zu behandeln. Manchmal erscheint aber schon die Suche, wie man Allergiebeschwerden bezwingen kann, als kaum lösbare Aufgabe.

Wenn Sie sich auch mit all den Informationen, die heute online verfügbar sind, etwas überfordert fühlen, haben wir Ihnen hier häufige Fragen und die passenden Antworten zu den einzelnen Behandlungsmöglichkeiten zusammengefasst.

Die Kosten für die mehrjährige Therapie übernimmt in der Regel Ihre Krankenkasse.

Einige Krankenkassen haben sogenannte „Versorgungsverträge“ mit Arzneimittelherstellern geschlossen, weil sie eine hochwertige und wirtschaftliche Behandlung einer Erkrankung sicherstellen wollen. Bei einigen Verträgen entfällt dann auch die quartalsweise Zuzahlung durch den Patienten für ein verschreibungspflichtiges Präparat. Ein solches Modell gibt es auch für die Hyposensibilisierung. Am besten fragen Sie Ihren Arzt danach.

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Dr. Kristina: "Was ist eine HyposensibilisIerung?"

Umgangssprachlich wird gelegentlich auch von einer "Allergie-Impfung" gesprochen. Mediziner nutzen auch gern die Fachbegriffe "Hyposensibilisierung" oder „spezifische Immuntherapie“.

Könnte eine Hyposensibilisierung eine Option für Sie sein?

Würden Sie eher eine lebenslange Behandlung bevorzugen, die eine sofortige, aber kurzfristige Linderung der Symptome bietet, oder eine dreijährige Behandlung, die die Ursache Ihrer Allergie behandelt, indem sie Ihr Immunsystem trainiert, um die Überreaktion auf das Allergen zu stoppen, eine tägliche oder lieber eine wöchentliche Verabreichung bevorzugen oder Tabletten, Tropfen, Sprays oder Injektionen vorziehen?

Warum sollten Allergiker eine Hyposensibilisierung durchführen?

Mit Nasenspray oder Augentropfen lindern Sie lediglich die Symptome Ihrer Allergie. Die Medikamente bekämpfen aber nicht die Ursache. Die einzige Behandlungsalternative, die Ihre Allergie bei der Wurzel packt, ist die Hyposensibilisierung. Wenn Sie Ihre Lebensqualität dauerhaft verbessern möchten, kommt also nur die Allergie-Impfung in Frage.

Wie funktioniert die Hyposensibilisierung und wie läuft sie ab?

Ziel der Hyposensibilisierung ist es, Ihren Körper allmählich an ein bestimmtes Allergen zu gewöhnen. Nach und nach bleiben allergische Beschwerden beim Kontakt mit diesem Allergen einfach aus.

Um diesen Effekt zu erzielen, wird über einen längeren Zeitraum hinweg immer wieder das betreffende Allergen verabreicht, entweder über:

  • Tabletten,
  • Tropfen oder
  • Spritzen.

Je nach Anwendung wird das Allergen täglich bzw. vier- bis sechswöchentlich verabreicht.

Was sind die Unterschiede zwischen einer Hyposensibilisierung mit Spritzen und Tabletten?

Prof. Dr. Kristian Reich erklärt in diesem Video, den Unterschied zwischen der Hyposensibilisierung mit Spritzen und Tabletten:

Wie lange dauert die Behandlung?

Die Hyposensibilisierung ist die einzige Therapieform, die die Ursache der Allergie behandelt – wenn Sie die Geduld dafür aufbringen. Die Hyposensibiliserung erstreckt sich über eine Behandlungsdauer von drei bis fünf Jahren. Diese positiven Effekte sprechen dafür:
• Linderung und Besserung Ihrer Allergie-Symptome
• Verringerung Ihrer Allergie-Medikamente
• Nachhaltige Verbesserung der Lebensqualität.

Dauert es drei Jahre bis sich der Behandlungserfolg einstellt?

Prof. Dr. Kristian Reich erklärt in diesem Video, wie lange es dauert bis sich der Behandlungserfolg einstellt:

Welche Varianten der Hyposensibilisierung gibt es?

Man unterscheidet verschiedene Arten der Hyposensibilisierung – je nach dem wie, die Allergen-Dosen verabreicht werden.

Eine moderne Methode ist die Hyposensibilisierung mit schnell löslichen Tabletten oder Tropfen. Diese Behandlung wird auch als sublinguale Immuntherapie (SLIT) bezeichnet, da die Einnahme „unter der Zunge“ erfolgt. Die Patienten nehmen hierbei die Allergene über die Mundschleimhaut auf. Gerade für Kinder ist das die weit angenehmere Behandlung als die Hyposensibilisierung mit Spritzen: Bei der subkutanen Immuntherapie (SCIT) werden die Allergene subkutan verabreicht, also unter die Haut. Allergie-Patienten erhalten hierbei in regelmäßigen Abständen eine Spritze von ihrem Facharzt.

Optionen Hyposensibilisierung

Hier bekommen Sie einen schnellen Überblick über die Unterschiede der verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten mit einer Hyposensibilisierung, die Ihnen ggf. zur Verfügung stehen.

Dr. Kristina: "Was ist der Unterschied zwischen einer subkutanen und sublingualen Immuntherapie?"

Was passiert eigentlich bei einer Hyposensibilisierung? In diesem Video erläutert Dr. Kristina die einzelnen Therapieformen der Hyposensibiliserung und die Unterschiede zwischen der subkutanen und sublingualen Therapie.

Gibt es Nebenwirkungen?

Mögliche Nebenwirkungen sind:

sublinguale Immuntherapie (SLIT) subkutane Immuntherapie (SCIT)
  • Rötung
  • Rötung
  • Schwellung
  • Schwellung
  • Juckreiz im Mund
  • Juckreiz der Haut an der Einstichstelle

 

  • ein Gefühl der Abgeschlagenheit am Behandlungstag

 

Im Normalfall klingen die Nebenwirkungen der Hyposensibilisierung schnell und unbehandelt wieder ab. In seltenen Fällen kann es zu einer allergischen Allgemeinreaktion kommen. Für manche sublingualen Präparate wird empfohlen, die Ersteinnahme bei Arzt durchzuführen und 30 Minuten nach der Einnahme noch im Wartezimmer zu warten, um mögliche auftretende Nebenwirkungen dann sofort besprechen und behandeln zu können. Nach dem Verabreichen einer Spritze müssen Sie noch etwa eine halbe Stunde in der Arztpraxis zur Beobachtung bleiben.

Darüber hinaus sind weitere Nebenwirkungen möglich. Welche das im Einzelnen sein können, lesen Sie bitte in der Gebrauchsinformation des jeweiligen Präparats.

Was ist für die zukünftige Behandlung von Allergien wichtig?

Prof. Dr. Kristian Reich beantwortet in diesem Video die Frage, was für die zukünftige Behandlung von Allergien wichtig ist:

Komme ich für eine Hyposensibilisierung in Frage?

Leiden Sie unter Heuschnupfen, einer Hausstaubmilbenallergie oder an einer Insektengiftallergie? Oder haben Sie leichtes bis mittelschweres allergisches Asthma? In diesen Fällen kommt die Hyposensibilisierung für Sie in Frage. Insbesondere bei Allergien gegen Bienen- oder Wespengift kann eine Hyposensibilisierung lebensrettend sein, da eine allergische Reaktion leicht zu einem lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock führen kann.

 

Können Kinder eine Hyposensibilisierung machen?

Ja. Die Behandlung kann sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern durchgeführt werden. Experten gehen sogar davon aus, dass die Erfolgschancen bei Kindern im Vergleich zu Erwachsenen höher sind. Die Fachgesellschaften empfehlen die Hyposensibilisierung ab einem Alter von 5 Jahren.

Was erwartet eine Kinderärztin von einer Hyposensibiliserung?

Die Kinderärztin Dr. med. Christine Gronke aus Ludwigsfelde berichtet über ihre Erwartungen und Anforderungen an eine Hyposensibiliserung.

Wann ist eine Hyposensibilisierung nicht möglich?

Bei einigen Erkrankungen ist eine Hyposensibilisierung nicht möglich. Bei anderen gesundheitlichen Einschränkungen ist aber eine sublinguale Immuntherapie möglich. Wenn Sie an einer der folgenden Erkrankungen leiden, fragen Sie am besten Ihren Arzt nach der Möglichkeit einer Hyposensibiliserung:

  • schweres Asthma,
  • TumorErkrankung (Krebs),
  • Autoimmunerkrankung,
  • HerzKreislauf-Erkrankung,
  • Schwaches Immunsystem oder
  • Nierenprobleme.
  • Auch während einer Schwangerschaft sollte eine Hyposensibilisierung nicht begonnen werden.

Was kostet eine Hyposensibilisierung und übernimmt meine Krankenkasse die Kosten?

Pauschal kann man die Kosten einer Hyposensibilisierung nicht beziffern. Dafür gibt es einfach zu viele verschiedene Faktoren: etwa verwendete Präparate, die Wahl der Methode und die Dauer der Therapie. In der Regel übernehmen die Krankenkassen alle anfallenden Kosten.

Vorbereitung auf den Arztbesuch

Möchten Sie wissen, ob Sie Allergiker sind? Überlegen Sie, Ihre Allergie mit einer Hyposensibiliserung ursächlich behandeln zu lassen? Dann können Sie sich jetzt gleich auf Ihren Arztbesuch vorbereiten. Wenn Sie wissen möchten, was Sie Ihren Arzt fragen sollten, finden Sie hier einige Vorschläge: 

  • Wie verläuft eine Allergie normalerweise: Können sich daraus noch andere Probleme entwickeln? Kann meine Allergie auch von alleine wieder weggehen?
  • Kann eine langjährige Einnahme symptomatischer Medikamente schädlich sein? Welche Folgen hat das für meine Allergie?
  • Wie funktioniert die ursächliche Allergie-Therapie? Warum dauert sie so lange?
  • Wann kann ich mit einer Therapie starten?
  • Wie oft muss ich bei dieser Therapie einen Arzt aufsuchen?
  • Welche Nebenwirkungen könnten auftreten? Was kann ich dagegen tun?
  • Kann ich eine Hyposensibilisierung auch im Urlaub oder im Ausland durchführen?
  • Inwiefern wirkt sich die Hyposensibilisierung auf meine sportliche Leistungsfähigkeit aus?
  • Kann ich eine Hyposensibilisierung auch in der Schwangerschaft durchführen?

Hier zum Download der Fragenkatalog für Ihren Arztbesuch.

 

Kleiner Tipp: Setzen Sie sich vor dem Gespräch mit Ihrem Arzt ein Ziel und überlegen Sie sich, was Sie beim Verlassen der Praxis wissen möchten. Am besten teilen Sie Ihrem Arzt vorab mit, dass Sie einige Fragen vorbereitet haben. Dann können Sie gleich klären, wann Sie die Fragen am besten stellen können.

 

Auch Ihr Arzt wird Ihnen einige Fragen stellen, auf sie Sie sich vorbereiten können:

  • Nehmen Sie Medikamente? Wenn ja, welche?
  • Leiden Sie an einer chronischen Erkrankung? 
  • Planen Sie demnächst einen Urlaub oder eine längere Dienstreise? 
  • Sind Sie Leistungssportler oder stehen vor einem sportlichen Wettkampf?
  • Erhalten Sie in absehbarer Zeit notwendige Schutzimpfungen?
  • Sind Sie schwanger oder planen Sie eine Schwangerschaft? 
  • Haben Sie derzeit eventuell Beschwerden in der Mundhöhle / an den Zähnen, die eine sublinguale Behandlung beeinflussen?
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Letztes Update: 19/11/2019