AUSLÖSER, SYMPTOME & BEHANDLUNG

Kastanienpollenallergie

timer Min. Lesedauer

Kastanienpollenallergie: Wissenswertes für Allergiker

Wenn im Frühjahr die Pollensaison beginnt, fürchten sich Allergiker besonders vor den typischen Allergieauslösern wie Hasel, Erle und Birke. Weniger bekannt ist, dass auch Kastanienpollen Allergie-Symptome verursachen können. Gemeint ist in diesem Fall die Rosskastanie (Aesculus hippocastanum), die streng genommen gar nicht zu den echten Kastanien gehört. Ihre allergene Wirkung ist gering und beschränkt sich meist auf die unmittelbare Umgebung der Bäume.

 

Vorkommen und Pollenflug der Rosskastanie

Die gewöhnliche Rosskastanie ist ein sommergrüner Baum, der ursprünglich auf dem Balkan heimisch ist. In Deutschland wird die Kastanie mit Vorliebe als Allee- und Zierbaum angepflanzt. Sie ist heute im ganzen Land verbreitet und hat ihre Blütezeit im Mai und Juni.

Als sogenannte insektenbestäubte Pflanze verbreitet die Kastanie ihre Pollen kaum über den Wind. Daher beschränkt sich der Pollenflug der Rosskastanie vor allem auf das nähere Umfeld der Bäume. Hier kann die Pollenkonzentration jedoch so hoch sein, dass sie Allergikern durchaus Beschwerden bereitet. Das gilt vor allem für die Hauptblütezeit im Mai.

 

Kastanienpollen-Allergie: Symptome und Diagnose

Wie die meisten Pollenallergien äußert sich die Allergie auf Pollen der Rosskastanie durch Symptome wie Schnupfen, gereizte Atemwege sowie juckende und brennende Augen. Auch Husten und Atemprobleme bis hin zum allergischen Asthma können auftreten. Die Nasenschleimhäute sind häufig gereizt und geschwollen.

Bei Verdacht auf Kastanienpollen-Allergie sollte ein allergologisch geschulter Facharzt aufgesucht werden. Allergologen in Ihrer Stadt finden Sie auch über unsere Facharzt-Suche. Der Arzt führt dann einen Hauttest (Pricktest) sowie einen Bluttest durch. Bei der Rosskastanie sind keine Kreuzreaktionen bekannt, sodass nicht an eine Kreuzallergie gedacht werden muss.

Behandlungsmöglichkeit bei Allergie auf Pollen der Rosskastanie

Zur Behandlung der Symptome einer Kastanienpollen-Allergie werden verschiedene Medikamente eingesetzt, sogenannte Antiallergika. Aufgrund der sehr geringen allergologischen Relevanz der Rosskastanie liegt keine Allergenlösung für eine spezifische Immuntherapie hierfür vor.

Was kann ich als Allergiker selbst tun?

Für Pollenallergiker ist es ratsam, neben der fachärztlichen Behandlung selbst einige wichtige Verhaltensweisen zu beachten. So lässt sich die Pollenbelastung insbesondere in den Wohnräumen deutlich reduzieren. Folgende Tipps können im Alltag hilfreich sein:

  • Vermeiden Sie den näheren Umkreis von Kastanien. Die Pollenbelastung ist hier besonders hoch.
  • Vermeiden Sie längere Aufenthalte im Freien an Tagen mit hoher Pollenbelastung.
  • Halten Sie Türen und Fenster geschlossen.
  • Verwenden Sie Pollenschutzgitter und lüften Sie zu Zeiten mit niedriger Pollenbelastung.
  • Verwenden Sie Luftreiniger und Staubsauger mit Hepa-Filter.
  • Tragen Sie die Straßenkleidung nicht im Schlafzimmer.
  • Waschen Sie die Haare vor dem Schlafengehen.
  • Trocknen Sie die Wäsche nicht im Freien.

Bei einer diagnostizierten Allergie auf Rosskastanie sollten Sie sich auch über den Pollenflug der Kastanie informieren. So können Sie hohe Pollenkonzentrationen gezielt vermeiden.

Letztes Update: 24/03/2020