07. Mai 2015

Fünf Prozent der deutschen Kinder und Jugendlichen sind bis zu ihrem 17. Lebensjahr schon einmal an Asthma erkrankt. Das zeigt eine aktuelle Studie des Robert-Koch-Instituts. Bei Kindern ist Asthma sogar die häufigste chronische Erkrankung überhaupt. Bei Asthmatikern sind die Atemwege chronisch entzündet. Durch Stress, Kälte oder den Kontakt mit allergieauslösenden Substanzen verengen sich die entzündeten Atemwege. Es kommt zu Anfällen von Atemnot – ein für das Asthma typisches Symptom.

Häufige Auslöser für Asthma sind Allergien. Wird die Allergie nicht ursächlich behandelt, können sich die Beschwerden von den oberen auf die unteren Atemwege ausweiten und zu der als Asthma bezeichneten chronischen Entzündung führen. Verhindert werden kann diese Entwicklung in vielen Fällen mit einer Allergie-Impfung.  Seit den siebziger Jahren haben allergische Erkrankungen in den westlichen Ländern dramatisch zugenommen. Die Zahl der Patienten mit Asthma bronchiale ist seitdem auf das Doppelte angestiegen. Für diese Entwicklung gibt es nach Ansicht von Experten unterschiedliche Ursachen. Als unbestritten gilt, dass erbliche Faktoren bei Asthma und Allergien eine wichtige Rolle spielen. Doch auch die Umweltbedingungen tragen dazu einen wesentlichen Teil bei. So machen manche Allergie-Experten zum Beispiel moderne Ernährungsgewohnheiten oder übertriebene Hygiene für die zunehmenden Allergien verantwortlich. Studien deuten darauf hin, dass Kinder, die auf Bauernhöfen aufwachsen und sich regelmäßig in Ställen aufhalten, deutlich seltener an Asthma und Allergien leiden.