Schützen Sie sich! Jetzt Facharzt finden

DIE UNTERSCHÄTZTE GEFAHR

Insektengiftallergie

Informationen zum anaphylaktischen Schock
timer Min. Lesedauer

Vom Stich zum anaphylaktischen Schock

Ein Insektenstich ist ärgerlich und schmerzhaft. Normalerweise ist er aber kein Grund zur Beunruhigung. Es sei denn, Sie sind allergisch. Wer die unangenehmen Folgen einer Insektenstichallergie kennt, kann schon mal in Panik geraten. Manche Menschen reagieren auf Insektengift sogar so heftig, dass es ohne medizinische Hilfe innerhalb weniger Minuten zu einer lebensbedrohlichen Situation kommen kann – bei solch extremen Allergie-Symptomen spricht man von einem anaphylaktischen Schock. Dieser tritt zum Glück sehr selten ein.

Auf dieser Seite erfahren Sie alles über die Insektengiftallergie, ihre Symptome und Behandlungsmöglichkeiten.

Insektengiftallergie - was tun bei Wespen- und Bienenstichen?

Allergisch auf Insekten? Lassen Sie sich testen!

Der Therapieerfolg der Insektengift-Hyposensibilisierung liegt bei etwa 95%. Finden Sie in nur wenigen Sekunden einen Facharzt in Ihrer Nähe und besprechen Sie Ihre Behandlungsmöglichkeiten.

Machen Sie jetzt schon den Selbsttest!

Der Online-Allergietest der Initiative Insektengiftallergie gibt Ihnen eine erste Einschätzung als Vorbereitung für das Arztgespräch.

Symptome einer Insektengiftallergie

Allergische Reaktionen auf das Gift bestimmter Insekten können unterschiedlich stark ausfallen. Oft bilden sich Quaddeln und Rötungen an der Einstichstelle, begleitet von Symptomen wie Juckreiz, Hautschwellungen, Brennen und Rötungen, die sich auf den ganzen Körper ausdehnen können. Schwellungen, die zehn oder mehr Zentimeter im Durchmesser sind und länger als 24 Stunden anhalten, sind z.B. ein Anzeichen für eine mögliche Allergie.

Wie bemerkt man einen anaphylaktischen Schock?

Bei bis zu 2,8 Millionen Menschen in Deutschland lösen Insektenstiche systemische Reaktionen aus. Das heißt: Symptome, die den gesamten Organismus betreffen und im Extremfall bis zur lebensbedrohlichen Anaphylaxie reichen können. Anaphylaktische Reaktionen können auf jeder Stufe der Symptomatik spontan abklingen aber auch bis zu einem anaphylaktischen Schock fortschreiten. Diese Unwägbarkeit erschwert das Einschätzen der Situation. Daher ist beim Auftreten z.B. folgender Symptome, schnell zu handeln:

Leichtere Beschwerden können den Beginn einer Anaphylaxie andeuten:

  • Juckreiz oder Brennen an Handinnenflächen und Fußsohlen oder im Genitalbereich, metallischer Geschmack, Angstgefühle, Kopfschmerzen oder Desorientierung.

Symptome einer anaphylaktischen Reaktion:

Rötung und Nesselausschlag der Haut oder Schleimhaut Juckreiz oder Brennen, im Rachenraum sowie an der Zunge
Schwellungen am Hals und im Gesicht Übelkeit, Erbrechen, Bauchkrämpfe, Durchfall
Fließschnupfen, Heiserkeit, Atemnot starke Atembeschwerden
Schwächegefühl Schwindel

 

In der Regel machen sich diese Insektengiftallergie-Symptome schon wenige Minuten oder sogar nur Sekunden nach dem Insektenstich deutlich bemerkbar. Um einen potenziell lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock zu vermeiden oder zumindest frühzeitig Gegenmaßnahmen einzuleiten, sollten Sie in solchen Fällen umgehend den Notarzt rufen.

Insektengiftallergie ʺKleiner Stich – große Gefahrʺ – Allergische Reaktionen & Behandlung

Welche Insekten sind für Allergiker besonders gefährlich?

Insektengiftallergien machen sich vor allem im Sommerhalbjahr bemerkbar, wenn wir uns viel im Freien aufhalten und die Insekten umherfliegen. In Deutschland lösen durch ihre Stiche vor allem Honigbienen und Wespen mehr oder weniger schwerwiegende allergische Reaktionen aus. Seltener, aber nicht weniger ernst zu nehmen, sind allergische Reaktionen auf Stiche von Hornissen oder Hummeln. Die im deutschsprachigen Raum gemeldeten schweren Anaphylaxien bei Erwachsenen sind vor allem auf Wespenstiche zurückzuführen. Das Statistische Bundesamt registriert jährlich rund 20 Todesfälle, die durch Stiche von Bienen, Wespen oder Hornissen verursacht worden sind.

 

Ausführliche Infos zu den Insekten finden Sie auf der Website der Initiative Insektengiftallergie.

 

 

Initiative Insektengiftallergie

 

Wie kann ich meine Insektengiftallergie behandeln lassen?

Zuallererst gilt: Seien Sie vorsichtig und versuchen Sie Insektenstiche so gut es geht zu vermeiden. Da dies nicht immer möglich ist, sollten Sie aufgrund der möglichen allergischen Reaktionen im Sommer immer ein Notfall-Set griffbereit haben.

Das Notfall-Set umfasst in jedem Fall einen Adrenalin-Autoinjektor sowie Glucocorticoide und schnell wirkende Antihistaminika. Um einen Bienen- oder Wespenstich behandeln zu können, sollten Sie die Verwendung des Adrenalin-Autoinjektors mit sogenannten Simulatoren ohne Nadel üben, die kein Medikament enthalten. Je sicherer Sie oder betroffene Allergiker in Ihrer Familie mit der Anwendung vertraut sind, desto leichter fällt die Anwendung während einer allergischen Reaktion.

 

Mit einer Hyposensibilisierung auf der sicheren Seite

Neben der akuten Behandlung der Symptome kommt auch der Hyposensibilisierung eine große Bedeutung zu. Denn letztlich kann das Risiko einer lebensgefährlichen allergischen Reaktion auf Dauer nur durch eine spezifische Immuntherapie reduziert werden. Im Idealfall können Sie damit die unangenehmen und zum Teil gefährlichen Allergiesymptome einer Insektengiftallergie auf lange Sicht reduzieren oder sogar ganz stoppen. Besonders wichtig ist das, wenn Sie z.B. aufgrund Ihres Berufs oder Ihrer Lebensumstände einem erhöhten Insektenstich-Risiko ausgesetzt sind. Das gilt für Berufsgruppen wie Imker und Forstarbeiter, Landwirte, Gärtner und Personen im Verkauf von Obst und Backwaren.

Wie eine Hyposensibilisierung abläuft und welche Vorteile sie hat, wird auf der Website Insektengiftallergie.de einfach und übersichtlich erklärt.

 

Tipps zur Vermeidung von Insektenstichen

 

 

Tipps zur Vermeidung von Insektenstichen

 

Letztes Update: 29/06/2021