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Deine Allergie kann sich zu Asthma ausweiten

Hast du ein erhöhtes Asthma-Risiko? Wie erkenne ich Asthma-Symptome?

Wachst du manchmal nachts hustend auf? Hast du dabei Atemnot und das Ausatmen fällt schwer? Hörst du pfeifende oder brummende Atemgeräusche? Das könnten erste Asthma-Symptome sein.

Wenn du Allergikerin oder Allergiker bist, könnte sich deine Allergie zu einem allergischen Asthma weiter entwickelt haben. Die Erkrankung ist durch die Entzündung der unteren Atemwege gekennzeichnet. Zusätzlich zu deinem allergischen Schnupfen kann es somit zu Asthmaanfällen kommen, die im Laufe der Zeit an Schwere und Häufigkeit zunehmen. Umso wichtiger ist es, deine Allergie so früh wie möglich zu diagnostizieren und behandeln zu lassen sowie Asthma-Symptome früh zu erkennen.

Was ist ein (allergisches) Asthma?

Asthma ist eine chronische Entzündung der unteren Atemwege, die im akuten Asthmaanfall zu einer Verkrampfung der Bronchialmuskulatur, einer Schwellung der Schleimhaut und vermehrter Schleimproduktion führt. Zentrales Symptom ist die in Anfällen auftretende Atemnot. Hast du allergisches Asthma, werden deine Atemwege durch die jeweiligen Allergene gereizt. Die Entzündung kann sich im Laufe der Zeit sozusagen verselbständigen und du reagierst plötzlich auch auf andere Reize, wie z. B. kalte Luft oder Tabakrauch.

Insgesamt sind in Deutschland sieben bis zehn Prozent aller Kinder sowie etwa fünf Prozent der Erwachsenen von Asthma bronchiale betroffen.

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Hinweise darauf, dass sich deine allergische Rhinitis zu einem Asthma ausweiten könnte:

Du bemerkst folgende Asthma-Symptome jeweils im Zusammenhang mit der Allergenbelastung (z.B. Pollen während der Saison, Milben in Innenräumen)

  • Pfeifende Geräusche beim Atmen
  • Atemnot nach körperlichen Anstrengungen
  • Atemnot auch in Ruhe
  • Nächtliches Erwachen mit Atemnot oder Hustenattacken

Wie ein allergisches Asthma entstehen kann

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Welche Zusammenhänge bestehen zwischen Allergien und Asthma?

Zwischen deinen oberen und unteren Atemwegen besteht eine Verbindung. Eine durch eine allergische Reaktion verursachte Entzündung kann also von deiner Nase auf deine Lungen übergehen und Asthma auslösen.

Eine durch Allergene dauerhaft gereizte, entzündete Schleimhaut der Atemwege kann auch durch Luftverschmutzung oder Infektionen wie eine Erkältung mit Asthma-Symptomen reagieren.

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Die Hauptursachen von Asthma sind Allergien

Etagenwechsel

Nur, wenn du deine Allergie behandeln lässt, kannst du die Entwicklung weiterer Allergien stoppen. Wird deine Allergie dagegen unzureichend behandelt, kann sie sich weiterentwickeln. Zusätzlich zum Heuschnupfen kann sich ein allergisches Asthma entwickeln. Expertinnen und Experten sprechen dann vom sogenannten Etagenwechsel. 33 % der Pollen-Allergikerinnen und Allergiker sind von diesem Krankheitsverlauf betroffen.

Frag deine Ärztin oder deinen Arzt

Gehörst du auch zu denen, die deine Allergie akzeptieren und einfach hinnehmen, damit leben zu müssen? Dann kennst du wohlmöglich die langfristigen Folgen auf die Atemwege nicht. Tue dir den Gefallen und suche nicht erst dann Hilfe, wenn du deine Allergie-Symptome nicht länger ertragen kannst. An jedem Tag, an dem du deine Allergie nicht behandeln lässt, steigt deine Risiko, an allergischem Asthma zu erkranken.

Lass nicht zu, dass deine Allergie dich kontrolliert. Vereinbare einen Termin bei deiner Ärztin oder deinem Arzt, um eine konkrete Diagnose zu erhalten und deine Behandlungsmöglichkeiten zu besprechen.

Wie wird allergisches Asthma diagnostiziert?

Um allergisches Asthma zu diagnostizieren, wird zunächst anamnestisch das Auftreten anderer allergischer Symptome unter der jeweiligen Allergenbelastung erhoben. Wenn nicht schon geschehen, wird ein Pricktest zur Identifizierung des auslösenden Allergens durchgeführt. Neben der körperlichen Untersuchung erfolgt dann die Lungenfunktionsprüfung und ggf. ein bronchialer Provokationstest. Neben der Anamnese können zudem Röntgenaufnahmen sowie Lungenfunktionstests Hinweise auf ein Asthma geben.

Kinder, Allergie und Asthma

Leidet dein Kind an einem allergischen Schnupfen?

Kinder mit Heuschnupfen bzw. allergischer Rhinitis haben ein siebenfach höheres Risiko, im Verlauf ihres Lebens an Asthma zu erkranken (im Vergleich zu Kindern ohne Allergie).

Nimm die Allergie deines Kindes ernst und lass dich von einer Ärztin oder einem Arzt beraten.

Allergiebehandlung = Asthma-Prävention

Du hast verschiedene Möglichkeiten, deine Allergie oder die deines Kindes behandeln zu lassen. Häufig raten Ärztinnen und Ärzte Betroffene, den allergieauslösenden Stoff zu meiden, was natürlich nicht immer vollständig möglich ist. Auch Medikamente zur Linderung der Allergiesymptome können zwar akute Beschwerden unterdrücken, es könnte aber sein, dass du zunehmend mehr Medikamente nehmen musst, um deine Beschwerden zu kontrollieren.

Eine andere Möglichkeit deine Allergie zu behandeln, ist die Hyposensibilisierung (auch Allergi-Immuntherapie genannt). Diese kann – im Unterschied zu symptomlindernden Antihistaminika – die Ursache deiner Allergie behandeln. Du baust damit nach und nach eine Toleranz gegen das Allergen auf, das deine Allergie auslöst.

Weiterer Vorteil der Allergie-Immuntherapie: Die Immuntherapie kann auch verhindern, dass deine allergische Rhinitis voranschreitet und so das Asthma-Risiko senken.  

Möchtest du wissen, ob eine Allergie-Immuntherapie die passende Behandlung für dich sein könnte? Dann vereinbare am besten gleich einen Termin und frage deine Ärztin oder deinen Arzt.

Letztes Update: 21/09/2022