Hyposensibilisierung mit Spritzen

Bekämpfen Sie Ihre Symptome mit einer Allergie-Impfung!

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Was ist eine Hyposensibilisierung mit Spritzen?

Die Hyposensibilisierung mithilfe von Spritzen ist die "klassische" Form der spezifischen Immuntherapie. Bei dieser Form verabreicht ein Arzt Ihnen das Präparat mit der Spritze direkt unter die Haut. Zu Beginn erhalten Sie die Injektionen meist in wöchentlichen Abständen. Nach dem Erreichen der sogenannten Erhaltungsdosis vergrößern sich die Abstände auf vier bis sechs Wochen. Ziel der Therapie ist, dass sich Ihr Immunsystem an das entsprechende Allergen gewöhnt und lernt, dass es für den Körper ungefährlich ist. Das hat eine deutliche Linderung bis hin zum völligen Ausbleiben Ihrer Allergie-Symptome zur Folge. Außerdem kann mit dieser Behandlung neuen Allergien gegen weitere Allergene sowie der Entstehung von Asthma entgegengewirkt werden.

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Welche Vorteile bietet die Hyposensibilisierung mit Spritzen?

Ein wesentlicher Vorteil dieser Allergie-Behandlung besteht darin, dass durch die Verabreichung der Spritzen in der Arztpraxis eine kontinuierliche Betreuung des Patienten gegeben ist und regelmäßig über die Verträglichkeit sowie auch über Therapieerfolge gesprochen werden kann.

Zudem ist die Therapie im Allgemeinen gut verträglich, schwere Nebenwirkungen werden nur relativ selten beobachtet.

Auch die Tatsache, dass Sie nach dem Erreichen der Erhaltungsdosis nur noch alle vier bis sechs Wochen einen Arzttermin wahrnehmen und sich in der Zwischenzeit nicht weiter um die Therapie kümmern müssen, empfinden viele Patienten als angenehm.

Allgemeine Vorteile der Hyposensibilisierung

• Aufbau einer natürlichen Toleranz
• Beugt der Entwicklung neuer Allergien vor
• Beugt der Entwicklung von Asthma vor
• Reduziert die Allergie-Symptome
• Reduziert den Bedarf an symptomatischen Medikamenten
•Anhaltender Effekt auch nach der Therapie

Zusätzliche Vorteile der Hyposensibilisierung mit der Spritzen

  • Keine tägliche Einnahme der Allergendosis notwendig
  • Kontinuierliche Kontrolle durch den Arzt

 

Bei welcher Allergie hilft eine Hyposensibilisierung mittels Spritzen?

Eine Hyposensibilisierung mit Spritzen kommt bei Allergien infrage, bei denen sich die Symptome bereits wenige Minuten nach dem Kontakt mit dem Allergen zeigen. Diese Allergien zählen zum Typ I – auch als „Soforttyp“ bezeichnet.

Allerdings stehen nicht für alle Allergien dieses Typs entsprechende Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. So wird zurzeit noch an Präparaten für Nahrungsmittel- oder Latex-Allergiker geforscht.

 

Die Methode eignet sich bei:

  • Heuschnupfen
  • Milbenallergie
  • Schimmelpilzallergie
  • Tierhaarallergie
  • Insektengiftallergie

 

Welche Voraussetzungen müssen für die Allergie-Impfung erfüllt werden?

Um eine Hyposensibilisierung mittels Allergiespritze durchführen zu können, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein:

  • sorgfältige Diagnose,
  • Durchführung der Injektionen durch einen allergologisch erfahrenen Arzt,
  • keine Immunschwäche-Erkrankung,
  • keine Autoimmunkrankheit,
  • kein schweres Asthma,
  • keine Herz-Kreislauf-Erkrankung,
  • keine bösartigen Tumorkrankheiten,
  • Bereitschaft, die Therapie über den gesamten notwendigen Zeitraum, also etwa 3 Jahre, durchzuhalten und nicht abzubrechen. 

Aspekte, die Sie mit Ihrem Arzt besprechen sollten:

•Werden gegenwärtig Medikamente eingenommen? Falls ja, welche?
•Besteht eine chronische Erkrankung?
•Ist eine längere Urlaubs- oder Dienstreise geplant?
•Stehen sportliche Wettkämpfe an?
•Werden in absehbarer Zeit Schutzimpfungen verabreicht?
•Besteht eine Schwangerschaft oder ist eine solche geplant?

Hier können Sie sich die Fragen schnell und einfach als PDF herunterladen.

Wie läuft eine Hyposensibilisierung mit Spritzen ab?

Bei der Hyposensibilisierung mittels Spritze, der subkutanen Immuntherapie (SCIT), wird Ihnen eine allergenhaltige Lösung unter die Haut injiziert. Üblicherweise erfolgt die Injektion an der Rückseite des Oberarms. Während der Therapie sind zwei verschiedene Phasen zu unterscheiden.

Phase 1 In der ersten Phase werden die Spritzen wöchentlich mit sukzessiv steigenden Allergenkonzentrationen injiziert. Diese Zeit wird deshalb auch als Aufdosierungsphase bezeichnet.

Phase 2 Sobald die Erhaltungsdosis erreicht worden ist, wird diese bei den künftigen Injektionen beibehalten (Erhaltungsphase), die dann nur noch einmal im Monat oder alle sechs Wochen notwendig sind.

SCIT Behandlungsplan

Schema - Behandlungsplan für eine Hyposensibilisierung mit Spritzen.

 

Um kontrollieren zu können, dass es durch die relativ hohen Allergendosen nicht zu unerwünschten Reaktionen oder Nebenwirkungen kommt, wird die Hyposensibilisierung mit der Spritze nur in Arztpraxen durchgeführt, meist bei Allergologen oder anderen darauf spezialisierten Ärzten.

Die dafür vereinbarten Termine sollten durch den Patienten unbedingt eingehalten werden, damit der Erfolg der Hyposensibilisierung nicht durch Unterbrechungen infrage gestellt wird.

 

Was sind die Nebenwirkungen einer Hyposensibilisierung mit Spritzen?

Die folgenden Nebenwirkungen können bei der Behandlung auftreten:

  • Rötung oder Schwellung an der Einstichstelle,
  • Juckreiz,
  • Müdigkeit,
  • Nervosität,
  • Kopfschmerzen
  • Atembeschwerden oder Nesselsucht (selten)
  • sehr selten: Übelkeit, Kreislaufprobleme, anaphylaktischer Schock

Die Nebenwirkungen sind in der Regel harmlos und klingen rasch von alleine wieder ab. Um sicherzugehen, dass bei schweren Nebenwirkungen direkt ärztliche Hilfe geleistet werden kann, sollten Sie nach der Injektion für 30 Minuten in der Praxis bleiben.

 

Letztes Update: 08/04/2019