Allergie-Behandlung - Gehen Sie effektiv gegen Ihre Allergie vor!

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Was ist eine Allergie-Behandlung?

Bei der Behandlung einer Allergie ist zwischen der kurzfristigen Linderung der Symptome und einer langfristigen Behandlung der Ursachen zu unterscheiden. Die Behandlungsoptionen sind:

  • Karenz: Meidung der auslösenden Allergens
  • Symptomatische Behandlung: Linderung der Allergiesymptome mit Medikamenten
  • Hyposensibilisierung (auch Allergie-Impfung genannt): Behandlung der Ursache einer Allergie

Um eine Allergie wirkungsvoll behandeln zu können, sollte zuvor so genau wie möglich bestimmt werden, um welche Allergie es sich handelt bzw. welche Allergene für die Beschwerden verantwortlich sind. Allergien sind in der deutschen Bevölkerung weit verbreitet. Insbesondere Pollenallergien wie der Heuschnupfen oder Allergien gegen Hausstaubmilben und Schimmelpilze machen Millionen Menschen zu schaffen. Die richtige Behandlung einer Allergie ist für sie nicht nur wichtig, um akute Beschwerden zu lindern, sondern auch sinnvoll für die Vermeidung einer langfristigen Verschlimmerung bis hin zu allergischem Asthma.

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Karenz: Vermeiden der Allergene

Den Kontakt mit den auslösenden Allergenen zu vermeiden (Karenz), ist der einfachste und sicherste Weg, allergische Reaktionen und Beschwerden gar nicht erst entstehen zu lassen - zumindest in der Theorie. In der Praxis lässt sich das allerdings nur bedingt umsetzen, weil viele Allergene sehr weit verbreitet sind und es im Alltag kaum möglich ist, ihnen vollständig auszuweichen. Das gilt beispielsweise für:

  • Pollen während der Saison,
  • für Hausstaubmilben und
  • für Schimmelpilze.

Dennoch sollten Sie versuchen, die Allergene möglichst zu meiden oder die Allergenbelastung zumindest zu reduzieren. Dies trägt nicht nur zu einer besseren Lebensqualität bei, sondern wirkt einer weiteren Verschlimmerung der Allergie entgegen.

Auch wenn sich die Allergen-Vermeidung nicht immer zu 100 Prozent umsetzen lässt, gilt Karenz als Mittel der ersten Wahl. Denn sie entfaltet sowohl allein als auch begleitend zu anderen therapeutischen Maßnahmen günstige Wirkungen und kann die von der Allergie verursachten Beschwerden spürbar lindern.

 

Vor- und Nachteile der Karenz

Vorteile:

  • kurzfristig anwendbar
  • schneller, positiver Effekt
  • keine Nebenwirkungen
  • keine Kosten

Nachteile:

  • im Alltag schwer durchführbar
  • Einschränkung im täglichen Leben

 

Symptomatische Behandlung: Allergiesymptome mit Medikamenten lindern

Akute allergische Beschwerden können mit Medikamenten behandelt werden. Je nach Art des Wirkstoffs werden dabei allergische Reaktionen entweder unterbunden oder abgeschwächt. Es wird zwischen systemischen und topischen Medikamenten unterschieden.

Systemische Medikamente:

Systemische Medikamente wirken auf den gesamten Organismus und werden meist in Form von Tabletten oder Spritzen verabreicht.

Topische Medikamente:

Topische Medikamente beschränken Ihre Wirkung auf den Bereich des Körpers, an dem sie angewendet werden. Typische Beispiele sind Salben, Nasentropfen, Augentropfen und Asthma-Sprays.

Symptomatika

 

Für die Behandlung akuter allergischer Beschwerden kommen vor allem Antihistaminika wie Cetirizin oder Loratadin infrage. Da sie rezeptfrei erhältlich, nebenwirkungsarm und vergleichsweise effektiv sind, sind sie relativ weit verbreitet. Wenn damit keine ausreichende Linderung der Beschwerden erreicht wird, kommen häufig verschreibungspflichtige Kortisonpräparate zum Einsatz. Lokal angewandt, sind die Nebenwirkungen ebenfalls relativ gering - und das bei hoher Wirksamkeit. Der große Vorteil der medikamentösen Behandlung von Allergiesymptomen liegt in der meist relativ schnell eintretenden Wirkung und der dadurch bedingten raschen Verminderung des Leidensdrucks. Dem stehen mögliche Nebenwirkungen und eine fehlende langfristige Wirkung als Nachteile gegenüber. Durch diese Behandlung wird einer Verschlechterung der Allergie bis hin zu allergischem Asthma nicht entgegengewirkt.

 

Vor- und Nachteile der medikamentösen Behandlung

Vorteil:

  • schneller, positver Effekt

Nachteile:

  • keine dauerhafte Verbesserung der Allergie
  • langfristig sehr teuer
  • Medikamente müssen immer mitgeführt werden

Hyposensibilisierung: Ursächliche Behandlung des Immunsystems

Eine Allergie kann sich im Laufe der Zeit verschlimmern. Die Beschwerden können sich verstärken und auch auf die Lunge übergreifen, auch können weitere Allergien hinzukommen. Daher sollten Sie prüfen, ob eine Hyposensibilisierung für Sie in Frage kommt, denn damit kann die Allergie ursächlich behandelt werden.

Allergie-Impfung

Eine Hyposensibilisierung beziehungsweise Allergie-Impfung des Immunsystems erfolgt, indem das betreffende Allergen in biologisch hohen Dosen regelmäßig verabreicht wird und das Immunsystem dadurch eine Toleranz entwickelt. Die Therapie kann in Form von Tropfen, Tabletten oder Spritzen erfolgen.

Vor- und Nachteile der Hyposensibilsierung

Vorteile:

  • Dauerhafte Verbesserung der Allergie
  • Vergleichsweise langfristige Therapie
  • Verschwinden der Allergie möglich
  • Keine Einschränkungen im täglichen Leben 
  • Kann Asthma verhindern
  • Kostenübernahme durch die Krankenkasse

Nachteile:

  • Vergleichsweise langfristige Therapie

Letztes Update: 16/04/2019