AUSLÖSER, SYMPTOME & BEHANDLUNG

Tannenallergie

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Tannenallergie: Belastung durch Pollen und ätherische Öle

Die Tannenallergie ist eine eher seltene Pollenallergie, die den Betroffenen aber durchaus ernsthafte Beschwerden bereiten kann. Problematisch sind für Allergiker vor allem der Pollenflug der Tanne und das ätherische Öl des Baums. Letzteres kann aufgrund einer erhöhten Konzentration in einem geschlossenen Raum auch beim Tannenbaum zu Weihnachten für Probleme sorgen. Wir zeigen, worauf Sie als Allergiker achten sollten.

 

Tannenpollen sind von April bis Juni ein Problem

Die Tanne bildet eine eigene Gattung innerhalb der Kieferngewächse. Sie ist mit mehr als 50 Arten in ganz Europa verbreitet. Während das Tannenholz früher vor allem als Brennholz Verwendung fand, wird es heute als Baumaterial und in der Papierindustrie genutzt. Auch die ätherischen Öle sind Bestandteil vieler Pflegeprodukte und Arzneimittel.

Der Pollenflug der Tanne konzentriert sich auf die Monate Mai und Juni, kann aber bereits im April beginnen. Allergiker haben es in dieser Zeit vor allem in den Bergwaldregionen Mittel- und Süddeutschlands schwer. Die als Weihnachtsbaum beliebte Nordmanntanne wird mittlerweile in ganz Deutschland auf großen Plantagen angebaut.

Wieso löst der Tannenbaum zu Weihnachten allergische Reaktionen aus?

Wenn der Weihnachtsbaum allergische Reaktionen auslöst, muss nicht immer eine Tannenallergie dahinterstecken. Meist sind es eher Schimmelpilze, Insektizide oder andere chemische Substanzen, die den Betroffenen Beschwerden bereiten.

Bei allergischen Reaktionen auf den Tannenbaum sind häufig die ätherischen Öle schuld. In diesem Fall sollten Sie möglichst ganz auf einen natürlichen Weihnachtsbaum verzichten. Alternativ können Sie versuchen, den direkten Hautkontakt zu meiden und viel zu lüften. Falls sich die Beschwerden nicht bessern, bleibt leider nur der künstliche Weihnachtsbaum als Alternative.

Typische Symptome der Tannenallergie

Die Tannenallergie geht meist mit den typischen Pollenallergie-Symptomen einher. Auch Hautreaktionen sind möglich, entweder durch den Kontakt zu Tannenzweigen oder in Reaktion auf Pflegeprodukte und Medikamente mit Tannenextrakten. Mögliche Symptome sind:

• Schnupfen, laufende Nase
• juckende und brennende Augen
• Niesen, Juckreiz
• geschwollene Schleimhäute
• allergisches Asthma
• Hautreizungen, Hautausschlag

Im schlimmsten Fall können auch schwerere Reaktionen wie Atemnot auftreten. In diesem Fall sollten Sie schnellstmöglich einen Notarzt rufen.

Bei Verdacht auf eine Tannenallergie sollten Sie möglichst frühzeitig einen Allergologen aufsuchen, um solche Notfälle zu verhindern. Entsprechend geschulte Fachärzte finden Sie auch über unsere Facharztsuche.

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Was macht der Arzt bei einer Tannenallergie?

Bei Verdacht auf Tannenpollen-Allergie kann der Arzt einen Allergietest durchführen. Dies erfolgt über einen Hauttest und/oder eine Blutuntersuchung. Zur Behandlung werden meist spezielle Medikamente verschrieben, sogenannte Antiallergika. Diese sollten immer nur in Absprache mit einem Allergologen eingenommen werden, nachdem das auslösende Allergen genau bestimmt wurde.

Bei einer Tannenallergie muss immer auch an Kreuzallergien mit anderen Nadelbäumen gedacht werden. Auch diese werden im Rahmen des ärztlichen Allergietests berücksichtigt.

 

Tipps für den Alltag mit Tannenallergie

Falls bei Ihnen eine Tannenallergie diagnostiziert wurde, können Sie sich selbst durch einige Maßnahmen im Alltag schützen. Wichtig ist vor allem, dass Sie die Pollenflugzeiten der Tanne genau kennen. Nutzen Sie hierfür auch unseren Pollenflug-Kalender und die Pollenflug-App, die Sie über die aktuelle Pollenbelastung in Ihrer Region informiert.

Um die Pollenbelastung in den Wohnräumen gering zu halten, sollten Sie zu Zeiten mit niedriger Pollenbelastung lüften und die Fenster und Türen mit Pollenschutzgittern ausstatten. Gute Hilfsmittel sind auch spezielle Staubsaugerfilter und Luftreiniger.

Bei Arzneimitteln und Pflegeprodukten sollten Sie genau auf die Inhaltsstoffe achten, um sicherzugehen, dass keine ätherischen Öle oder Harze der Tanne enthalten sind. Nicht zuletzt empfiehlt es sich, zu Weihnachten lieber auf einen künstlichen Tannenbaum zu setzen.

Letztes Update: 03/06/2020