07. März 2016

Das Verbrauchermagazin „Öko-Test“ hat für seine aktuelle Ausgabe (3/2016) 36 verschreibungspflichtige Präparate für die Hyposensibiliserung gegen Heuschnupfen getestet. Dabei wurden drei der Präparate mit „sehr gut“ ausgezeichnet. Bei diesen Präparaten handelt es sich ausschließlich um sublinguale Produkte, also Tabletten oder Tropfen, die der Patient alleine zu Hause einnehmen kann. Von den subkutanen Präparaten, die vom Arzt im Abstand von einigen Wochen unter die Haut gespritzt werden, schnitten 11 mit „gut“ ab und 9 mit „befriedigend“. „Öko-Test“ hat nur zugelassene Präparate bewertet. Die Hyposensibiliserung setzt an der Ursache einer Allergie an und ist auch unter dem Begriff Allergie-Impfung oder Hyposensibilisierung bekannt.

Insgesamt ist das Urteil des Verbrauchmagazins positiv: Die Autoren stellen fest, dass es bei den Produkten zur Allergie-Impfung in Bezug auf Wirksamkeit, Sicherheit und Qualität überwiegend gute Produkte gibt. Auffällig ist, dass die beste Auszeichnung ausschließlich sublinguale Präparate erhielten. Lange Zeit galten diese als zweite Wahl für die Allergie-Impfung. Das sehen Wissenschaftler aber heute anders: So stellt auch die aktuelle Leitlinie der allergologischen Fachgesellschaften, eine Art Regelwerk für Allergologen, heraus, dass die Applikationsform - also z.B. Spritze, Tropfen oder Tablette - nicht pauschal beurteilt werden sollte. Vielmehr sollte man den Blick auf die Wirksamkeit und Sicherheit des jeweiligen Präparates lenken.

Die Hyposensibiliserung ist die einzige Möglichkeit, die Ursache einer Allergie zu behandeln. Dabei wird dem Patienten sein spezifisches Allergen regelmäßig verabreicht, um ihn an den Allergieauslöser zu gewöhnen. Unabhängig ob der Patient das Allergen in Form von Spritzen, Tabletten oder Tropfen erhält – die Therapie dauert rund drei Jahre. In der Summe sind das bei der subkutanen Therapie, die einen Arztbesuch erfordern, rund 50 Arztbesuche. Da nicht alle Patienten so viel Zeit erübrigen können, weist „Öko-Test“ darauf hin, dass Tabletten oder Tropfen, die selbständig zu Hause eingenommen werden, für viele eine gute Alternative sind. 

Alle Präparate, die „Öko-Test“, getestet hat, sind in der aktuellen Leitlinie aufgeführt. Mehr Informationen unter www.oekotest.de.