AUSLÖSER, SYMPTOME & BEHANDLUNG

Lindenpollenallergie

timer Min. Lesedauer

Lindenpollenallergie: Darauf sollten Sie als Allergiker achten

Unter den Allergie auslösenden Pflanzen ist die Linde von eher geringer Bedeutung. Nur wenige Menschen leiden hierzulande an einer Lindenpollenallergie. Auch die Beschwerden halten sich meist in Grenzen, da die Linde vergleichsweise wenig Pollen verbreitet.

Dennoch kann es für Allergiker sinnvoll sein, sich über die Blütezeit und den Pollenflug der Linde zu informieren. Lesen Sie im Folgenden alles Wissenswerte zur Linde und wie Sie sich im Alltag gegen Lindenpollen schützen.

 

Die Linde und ihre Blütezeit

Die Linde ist ein Laubbaum aus der Familie der Malvengewächse. Von mehreren Dutzend Lindenarten sind nur zwei in Deutschland heimisch, die Winterlinde und die Sommerlinde. Sie kommen hauptsächlich in den Mittelgebirgen vor, wo sie frische, nährstoffreiche Böden bevorzugen. Häufig findet man Linden verstreut in Mischwäldern, aber auch als Zierbäume auf Dorfplätzen und an Landstraßen.

Lindenblüten

 

Auch für die Holzgewinnung ist die Linde von Bedeutung. Das weiche, biegsame Holz wird insbesondere in der Bildhauerei, Drechslerei und Schnitzerei sehr geschätzt. Zudem sind Linden hervorragende Honiglieferanten, die große Mengen an Lindenblütenhonig liefern.

Die Blütezeit der Linde liegt zwischen Mai und August. Damit zählt sie zu den sogenannten Mittelblühern. Mit einem verstärkten Pollenflug der Linde ist vor allem im Juni und Juli zu rechnen. Die Bestäubung erfolgt überwiegend durch Insekten. Das hat für Lindenpollenallergiker den Vorteil, dass nur vergleichsweise geringe Pollenmengen verbreitet werden.

Wie äußert sich eine Lindenpollenallergie?

Eine Allergie gegen Lindenpollen äußert sich wie jede andere Pollenallergie durch klassische Heuschnupfen-Symptome. Typische Beschwerden sind vor allem:

● Schnupfen
● Niesen
● Reizhusten
● geschwollene Nasenschleimhäute
● gereizte Atemwege
● juckende oder tränende Augen
● Hautpusteln oder Pickel

Falls Sie im Sommer unter solchen Beschwerden leiden, sollte gegebenenfalls ein Allergietest bei Arzt durchgeführt werden. Der Allergologe kann eine Lindenpollenallergie auf diese Weise bestätigen oder ausschließen.

Zur Lindenpollenallergie sind keine Kreuzallergien bekannt.

Haben Sie eine Allergie gegen Baumpollen?

Wir möchten Ihnen helfen, Ihre Allergie-Symptome in den Griff zu bekommen. Dafür erhalten Sie von uns regelmäßig E-Mails mit maßgeschneiderten Ratschlägen, Tipps für Ihr Gespräch mit Ihrem Arzt und vieles mehr.






Wir respektieren Ihre Privatsphäre. Informationen darüber, wie allergiecheck.de und ALK personenbezogene Daten verarbeiten, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Facharztsuche

Facharztsuche

Allergologe gesucht?

Möchten Sie Ihre Allergie behandeln lassen? Finden Sie einen Arzt in Ihrer Nähe.

Mehr…
Allergietest online

Online-Allergietest

Haben Sie eine Allergie?

Sie wollen jetzt gleich wissen, ob Ihre Beschwerden eine allergische Ursache haben könnten? Dann nehmen Sie sich kurz Zeit und testen Sie selbst.

Mehr…

Wie wird eine Lindenpollenallergie diagnostiziert?

Die Art und Schwere der Symptome liefern dem Arzt bereits erste Hinweise auf den verdächtigen Allergieauslöser. Je nachdem, zu welcher Jahreszeit die Beschwerden auftreten, können bestimmte Allergien zum Teil schon ausgeschlossen werden.

Bei Verdacht auf Pollenallergie kann der Arzt einen Allergietest durchführen. In der Regel wird ein sogenannter Pricktest gemacht, bei dem die Haut mit verschiedenen Allergenen in Kontakt gebracht wird. Anhand der Hautreaktion kann das auslösende Allergen der Pollenallergie in vielen Fällen identifiziert werden. Gegebenenfalls erfolgt zusätzlich ein Bluttest.

Behandlungsmöglichkeiten bei Lindenpollenallergie

Für die Behandlung von Heuschnupfen stehen dem Arzt mehrere Möglichkeiten zur Verfügung. Bei leichten Beschwerden genügt es oft schon, wenn Sie die Pollen der Linde in der Hauptpollenflugzeit meiden. Hierzu geben wir Ihnen im Folgenden praktische Alltagstipps.

Bei stärkeren Beschwerden kann der Arzt ein sogenanntes Antiallergikum empfehlen. Solche Medikamente sind zum Beispiel in Tablettenform, als Nasenspray oder als Augentropfen erhältlich. Sie wirken nicht gegen die Allergie an sich, sondern lindern lediglich die akuten Beschwerden.

Eine Hyposensibilisierung kommt für Lindenpollenallergiker nicht infrage, da für die Linde nicht die erforderlichen Allergenextrakte zur Verfügung stehen.

 

Worauf sollte ich bei Lindenpollenallergie achten?

Aufgrund der geringen Allergenität der Linde kommen die meisten Menschen mit einer Lindenpollenallergie relativ gut zurecht. Falls Sie jedoch im Sommer unter ausgeprägten Beschwerden leiden, sollten Sie den Pollenflug der Linde möglichst genau beobachten und sich während dieser Zeit bestmöglich schützen. Das gelingt mit folgenden Tipps:

  • Halten Sie Türen und Fenster geschlossen oder benutzen Sie Pollengitter. In der Stadt sollten Sie morgens lüften, in ländlichen Regionen lieber abends. Zu dieser Zeit ist die Pollenbelastung am geringsten.
  • Verwenden Sie in der Wohnung einen Luftreiniger und einen Staubsauger mit Filter.
  • Wechseln Sie Ihre Kleidung häufig und tragen Sie die Straßenbekleidung nicht im Schlafzimmer.
  • Waschen Sie die Haare möglichst häufig, am besten direkt vor dem Zubettgehen.
  • Vermeiden Sie lange Aufenthalte im Freien an Tagen mit hoher Pollenbelastung.
  • Nutzen Sie den Pollenflugkalender, um sich über den Pollenflug der Linde zu informieren. Verfolgen Sie die Pollenbelastung in Ihrer Region während der Hauptpollenflugzeiten, z. B. mit der Pollenflug-App.                                    

Letztes Update: 27/05/2019