Halloween rückt näher, und verkleidete Zombies, Vampire, Hexen und Co. geistern durch die Nachbarschaft. Kinder sind jedoch nicht die einzigen, die in der anstehenden Halloweensaison auf der Suche nach Leckereien sind. Die echten Monster lauern in unseren Häusern und machen Jagd auf ihre Lieblingsmahlzeit – uns!

Okay, um ehrlich zu sein, sind die Monster ziemlich klein. Aber es gibt Millionen von ihnen. Tatsächlich teilt sich der Durchschnittsmensch ein Bett mit über zwei Millionen dieser Lebewesen.(1) Die „Monster“ sind überall im Haus zu finden, aber sie mögen besonders das Schlafzimmer sowie Polstermöbel, Teppiche, Vorhänge und Kuscheltiere.(2) Sie haben acht Beine, bevorzugen dunkle, feuchte und warme Orte - und sie sind besser bekannt als Hausstaubmilben.

Hausstaubmilben sind zwar nur mikroskopisch kleine Tierchen, aber sie sind der häufigste Auslöser von Allergien in Innenräumen. Sie verursachen Symptome wie eine verstopfte oder laufende Nase, Niesen oder Husten.   was zu Schlafstörungen und damit zu Tagesmüdigkeit und Erschöpfung führt. Andere Symptome können länger anhaltende oder häufigere Erkältungssymptome sein, die als Infekt fehlgedeutet werden, aber in Wirklichkeit eine Hausstaubmilbenallergie sind,so HNO-Arzt, Allergologe und Leiter der medizinischen Abteilung bei ALK, Prof. Dr. med. Eike Wüstenberg.

Eine Hausstaubmilbenallergie kann allergisches Asthma verursachen

Hausstaubmilben gedeihen in unseren Häusern, weil wir sie mit Feuchtigkeit und Nahrung versorgen. Sie bevorzugen warme, feuchte Umgebungen, wo sie sich von unserer abgestorbenen Haut ernähren können. Sie sind harmlos in dem Sinne, dass sie keine Krankheiten übertragen oder unsere Haut stechen.(3) Allergieauslöser sind vor allem der Kot und tote Tiere, die zerfallen und sich mit dem Hausstaub vermischen. Die Symptome einer Hausstaubmilbenallergie können im ganzen Jahr auftreten und beeinträchtigen die Lebensqualität der Betroffenen. Ohne die passende Behandlung kann aus einer Hausstaubmilbenallergie auch ein allergisches Asthma entstehen.

„Wer den Verdacht auf eine Hausstaubmilbenallergie hat und diese noch nicht diagnostiziert wurde, sollte einen Arzt oder eine Ärztin für die weitere Abklärung der Symptome aufsuchen, damit eine passende Behandlung eingeleitet werden kann“, so Experte Prof. Wüstenberg.

Behandlungsmöglichkeiten bei einer Hausstaubmilbenallergie

Den Hausstaubmilben ist es egal, ob Sie Ihre Allergie-Symptome in den Griff bekommen, den Betroffenen wohl weniger. Zum Glück gibt es viele Optionen zur Behandlung einer Hausstaubmilbenallergie. Die Optionen reichen von rezeptfreien und verschreibungspflichtigen symptomlindernden Medikamenten bis hin zu längerfristigen Behandlungen wie der Allergie-Immuntherapie.

Symptomatische Behandlungen wirken während der Einnahme des Medikaments, haben aber keine Langzeitwirkung. Sie reduzieren die Symptome der Allergie, führen aber im Gegensatz zur Allergie-Immuntherapie nicht zu einer Toleranz.

Die Allergie-Immuntherapie wird über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren verabreicht, beispielsweise durch eine tägliche Tablette, und kann zu einer anhaltenden Besserung, auch in den Jahren nach der Behandlung, führen. Weitere Informationen finden Interessierte auf der Patientenplattform allergiecheck.de.

Eines ist sicher: Wenn Allergiker*innen erst einmal die richtige Behandlung erhalten haben, sollten ihnen die „Monster“ keinen Streich mehr spielen. Happy Halloween!

Literatur

  1. http://www.allergyuk.org/news/latest-news/post/51-allergic-to-the-bedroom
  2. http://www.australianallergycentre.com.au/dust-and-allergy/
  3. http://www.australianallergycentre.com.au/dust-and-allergy/