05. Mai 2017

28,1% der Erwachsenen in Deutschland hatten in den vergangenen zwölf Monaten eine allergische Erkrankung (ohne allergisches Asthma). Das zeigt eine aktuelle Studie des Robert-Koch-Instituts mit über 20.000 Teilnehmenden.  

Diese Charakteristika und Symptome werden in der Studie besonders hervorgehoben:

  • Frauen berichten häufiger von Allergien als Männer.
  • Der Anteil von Allergikerinnen und Allergikern ist im Erwachsenenalter bis 65 Jahre größer als bei älteren Menschen.
  • Besonders viele Frauen und Männer der oberen Bildungsgruppe sind von Allergien betroffen.
  • Allergische Reaktionen werden vor allem an Haut, Schleimhäuten, Atemwegen und Darm festgestellt.  

Die Daten beruhen auf einer Selbsteinschätzung der Patienten. Im Vergleich zu 1990/91 hat sich die Krankheitshäufigkeit damit mehr als verdoppelt. Aktuell geben 12,3 Mio. Erwachsene an, von einer allergischen Rhinitis betroffen zu sein. Aufgrund der hohen Betroffenenzahlen und der oft erheblich eingeschränkten Lebensqualität der Allergiker, weisen die Autoren darauf hin, dass eine frühzeitige Diagnostik und angemessene Versorgung für Allergikerinnen und Allergiker von großer Bedeutung ist.