Auslöser, Symptome & Behandlung

Eichenpollenallergie

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Eichenpollenallergie: Symptome und Tipps für Betroffene

Eine Pollenallergie kann durch die unterschiedlichsten Pollenarten ausgelöst werden. Die Eichenpollenallergie ist eher selten, aber für die Betroffenen nicht weniger belastend als andere Allergien. Hinzu kommt, dass die Allergie gegen Eichenpollen häufig als Kreuzallergie innerhalb der Gruppe der birkenhomologen Bäume auftritt, somit kann sich der Beschwerdezeitraum über den Pollenflug der Eiche hinaus ausdehnen.

Lesen Sie im Folgenden, woran Sie eine Eichenpollenallergie erkennen und wie Sie sich als Allergiker gegen die Pollen schützen können. Nutzen Sie auch unseren Online Allergietest. Wenn das Vorliegen einer allergischen Erkrankung wahrscheinlich ist, sollten Sie weitere Untersuchungen beim Facharzt durchführen lassen.

 

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Die Eiche - Blütezeit und Pollenflug im Überblick

Die Eiche zählt zu den häufigsten Bäumen in unseren heimischen Wäldern. Sie ist in ganz Deutschland und darüber hinaus weit verbreitet. Das macht es für Allergiker schwer, den Pollen der Eiche zu entkommen. Eichen bevorzugen helle Standorte, sind aber hinsichtlich der Witterungs- und Bodenverhältnisse sehr anspruchslos.

Die Eiche hat ihre Blütezeit zwischen März und Juli. Damit zählt sie nicht zu den klassischen Frühblühern, wird aber im weiteren Sinne teilweise auch als Frühblüher bezeichnet. Die Hauptblütezeit liegt in den Monaten April und Mai.

Eiche

 

Wichtig zu wissen ist auch, dass der Pollenflug der Eiche von Jahr zu Jahr stark variieren kann. Außerdem ist die Eiche auch außerhalb Deutschlands weit verbreitet und kann je nach Klimazone zu ganz unterschiedlichen Zeiten blühen. Allergikern empfehlen wir daher, zu Hause und auf Reisen immer die Pollenflugvorhersage zu verfolgen. Besonders einfach ist das mit der Pollenflug-App.

 

Woran erkenne ich eine Eichenpollenallergie?

Eine Eichenpollenallergie äußert sich genauso wie Allergien auf andere Pollen durch klassische Heuschnupfen Symptome. Dazu gehören vor allem die folgenden:

  • Niesen
  • Husten
  • Schnupfen, laufende Nase
  • angeschwollene Nasenschleimhäute
  • tränende oder juckende Augen
  • Reizungen der Atemwege
  • Hautreaktionen wie Quaddeln

Je nach Ausprägung der Allergie kann sich mit der Zeit auch ein allergisches Asthma entwickeln. Falls Sie unter den genannten Beschwerden leiden, sollte gegebenenfalls ein ärztlicher Allergietest durchgeführt werden. Allergologen in Ihrer Stadt finden Sie bequem online über unsere Facharztsuche.

 

Welche Kreuzallergien zur Eiche gibt es?

Wie viele Pollenallergien geht auch die Eichenpollenallergie oft mit Kreuzallergien einher. Besonders häufig kommt es zu Kreuzreaktionen mit Birke, Erle, Hasel und Buche. Umgekehrt kann es zu Kreuzreaktionen mit Eichenpollen kommen, wenn Sie gegen eine der anderen genannten Arten allergisch sind.

 

Wie wird eine Allergie gegen Eichenpollen diagnostiziert?

Für die Diagnose einer Eichenpollenallergie stehen dem Allergologen verschiedene Mittel zur Verfügung. Erste Anhaltspunkte bietet die Anamnese. Hierbei erkundigt sich der Arzt, wann und bei welcher Gelegenheit die Symptome aufgetreten sind. So kann er oftmals schon abschätzen, welche Allergene als Auslöser infrage kommen und welche nicht.

Zur weiteren Untersuchung wird häufig ein sogenannter Pricktest gemacht. Dabei handelt es sich um einen einfachen Hauttest, bei dem verschiedene Allergene auf die Haut aufgetragen werden. Mit einer Lanzette wird durch den Tropfen der Allergielösung hindurch die Haut leicht angeritzt, so dass die Allergene in die Haut gelangen. Anhand der Reaktion kann der Arzt eine Eichenpollenallergie bestätigen oder ausschließen. Gegebenenfalls wird zusätzlich noch ein Bluttest gemacht.

Behandlung von Eichenpollenallergie

Meist tritt eine Allergie auf Eichenpollen zusammen mit Allergien auf andere frühblühende Bäume wie Birke, Erle und Hasel auf. Aufgrund der Kreuzallergenität dieser Bäume untereinander ist eine Allergie-Impfung auf diese Allergien dann meist auch auf die Eichenpollenallergie wirksam.

Ob Sie eine Eichenpollenallergie behandeln lassen sollten, hängt von der Schwere der Symptome ab. Bei leichten Beschwerden genügt es oft schon, wenn Sie die Pollen der Eiche in der Blütezeit meiden. Gegen die Heuschnupfen-Symptome kann der Arzt auch sogenannte Antiallergika empfehlen. Dabei handelt es sich um Medikamente in Tropfen-, Spray- oder Tablettenform. Solche Präparate richten sich rein gegen die Symptome, bekämpfen aber nicht die Allergie an sich.

Bei einer schwerer ausgeprägten Allergie kommt unter Umständen auch eine Hyposensibilisierung infrage. Hierbei wird der Körper schrittweise an das Allergen gewöhnt. Im Idealfall sollte dann irgendwann keine allergische Reaktion mehr eintreten. Die Hyposensibilisierung wird über mindestens drei Jahre durchgeführt.

 

Wichtig für Allergiker: Pollenflug der Eiche kennen

Unabhängig von der Stärke der Beschwerden ist es für jeden Allergiker ratsam, sich vor den Eichenpollen zu schützen. Während der Pollenflugsaison sollten Sie Ihre Wohnräume geschlossen halten oder mit Pollengittern vor umherfliegenden Pollen schützen.

Wechseln Sie Ihre Kleidung möglichst häufig und tragen Sie die Straßenkleidung nicht im Schlafzimmer. Zusätzlich empfehlen wir, vor dem Zubettgehen die Haare zu waschen. Heimtextilien sollten Sie möglichst häufig waschen, zur Reinigung von Teppichen und Polstermöbeln einen Staubsauger mit Filter verwenden.

Wichtig ist auch, dass Sie den Pollenflug der Eiche möglichst genau kennen. Einen guten Überblick über die Pollenflugsaison bietet der Pollenflugkalender.

Da der Pollenflug in jedem Jahr ganz unterschiedlich ausfallen kann, empfehlen wir Ihnen zusätzlich die Pollenflug-App mit aktuellen Informationen zum Pollenflug in Ihrer Region. An Tagen, an denen ein verstärkter Pollenflug vorhergesagt ist, sollten Sie auf längere Aufenthalte im Freien möglichst verzichten.                                    

Letztes Update: 27/05/2019