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Hyposensibilisierung

Was ist eine Hyposensibilisierung?

Die Hyposensibilisierung ist im Grunde nichts anderes als eine Allergie-Impfung. Man spricht auch von der spezifischen Immuntherapie oder Allergie-Immuntherapie. Diese Behandlungsform lindert nicht nur die Symptome, sie bekämpft auch die Ursache deiner Allergie: eine Überreaktion deines Immunsystems. Wenn du dich auf diese Behandlung einlässt, packst du deine Allergie bei der Wurzel.

Das Prinzip ist einfach: Bei einer Allergie reagiert das Abwehrsystem auf eigentlich harmlose Substanzen. Abwehrzellen stufen diese fälschlicherweise als zu bekämpfende Stoffe ein. Mit einer Hyposensibilisierung kann diese Überreaktion verringert werden. Durch die Konfrontation mit kontrollierten Mengen eines bestimmten Allergens gewöhnen sich die Abwehrzellen an diese Allergene. So gesehen ist die Hyposensibilisierung eine Art Training – hin zu mehr Toleranz.

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Hyposensibilisierung: Die Natur als Vorbild

Dr. Kristina erklärt dir kurz, wie die Hyposensibilisierung funktioniert.

FAQs zur Hyposensibilisierung

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, um eine Allergie zu behandeln. Manchmal erscheint aber schon die Suche, wie man Allergiebeschwerden bezwingen kann, als kaum lösbare Aufgabe.

Wenn du dich auch mit all den Informationen, die heute online verfügbar sind, etwas überfordert fühlst, haben wir Ihnen hier häufige Fragen und die passenden Antworten zu den einzelnen Behandlungsmöglichkeiten zusammengefasst.

Die Kosten für die mehrjährige Therapie übernimmt in der Regel deine Krankenkasse.

Einige Krankenkassen haben sogenannte „Arzneimittelverträge“ mit Arzneimittelherstellern geschlossen, weil sie eine qualitativ hochwertige Behandlung ihrer Patientinnen und Patienten sicherstellen wollen. Bei einigen Verträgen entfällt dann auch die Zuzahlung durch die Patientinnen und Patienten für ein verschreibungspflichtiges Präparat. Ein solches Modell gibt es auch für die Allergie-Immuntherapie. Am besten du fragst deine Ärztin oder deinen Arzt danach.

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Dr. Kristina: "Was ist eine Hyposensibilisierung?"

Umgangssprachlich wird gelegentlich auch von einer "Allergie-Immuntherapie" gesprochen. Mediziner nutzen auch gern die Fachbegriffe "Hyposensibilisierung" oder „spezifische Immuntherapie“.

Könnte eine Allergie-Immuntherapie eine Option für dich sein?

Würdest du eher eine lebenslange Behandlung bevorzugen, die eine sofortige, aber kurzfristige Linderung der Symptome bietet oder eine dreijährige Behandlung, die die Ursache deiner Allergie behandelt, indem sie dein Immunsystem trainiert, um die Überreaktion auf das Allergen zu stoppen?

Erfahre hier, welche unterschiedlichen Behandlungsmöglichkeiten dir gegebenenfalls zur Verfügung stehen.

Warum sollten Betroffene eine Hyposensibilisierung durchführen?

Mit Nasenspray oder Augentropfen linderst du lediglich die Symptome deiner Allergie. Die Medikamente bekämpfen aber nicht die Ursache. Die einzige Behandlungsalternative, die deine Allergie bei der Wurzel packt, ist die Hyposensibilisierung. Wenn du deine Lebensqualität dauerhaft verbessern möchtest, kommt also nur die Allergie-Immuntherapie in Frage.

Wie funktioniert die Hyposensibilisierung und wie läuft sie ab?

Ziel der Allergie-Immuntherapie ist es, deinen Körper allmählich an ein bestimmtes Allergen zu gewöhnen. Nach und nach bleiben allergische Beschwerden beim Kontakt mit diesem Allergen einfach aus.

Um diesen Effekt zu erzielen, wird über einen längeren Zeitraum hinweg immer wieder das betreffende Allergen verabreicht, entweder über:

  • Tabletten,
  • Tropfen oder
  • Spritzen.

Je nach Anwendung wird das Allergen täglich bzw. vier- bis sechswöchentlich verabreicht.

Patienten-Berichte zur Hyposensibilisierung

Die Hyposensibilisierung hat schon vielen Menschen geholfen, ihr Leben endlich frei von Symptomen zu genießen. Überzeug dich selbst und lies die Erfahrungsberichte von Dennis, Nina und Lisa!

Dennis, Hobby-Gärtner und Imker über seine Hyposensibilisierung – Insektengiftallergie

Warum hast du dich für eine Hyposensibilisierung entschieden?

Die Imkerei und die Bienen, das hat mich wirklich emotional gefesselt. Man gibt da sehr viel Herzblut rein. Und dann kommt so eine Situation wie diese Allergie und ja, dann steht man erst einmal davor und weiß nicht, was man machen soll. Da war wirklich ein bisschen Angst im Spiel und auch kurz die Überlegung, mit dem Hobby aufzuhören. Familie und Freunde haben mir dazu geraten und gesagt: „Hey, dann war es das jetzt wohl mit deinen Bienen“. Aber was passiert, wenn du mal im Garten irgendwo beim Rasenmähen gestochen wirst? Dann bist du in keiner Weise vorbereitet. Wenn du jetzt aber gewappnet bist und du gehst zu den Bienen, hast einen kompletten Schutzanzug an und bist auch noch therapiert – dann ist das die beste Variante. Dafür habe ich mich also damals entschieden. Ich habe gedacht, wenn es irgendeine Möglichkeit gibt weiterzumachen, dann möchte ich das gerne tun.

Dennis Ratschlag an andere Betroffene:

Ich würde anderen Menschen empfehlen: Macht weiter! Hört nicht auf mit eurem Hobby. Wenn es euch wirklich am Herzen liegt, dann macht die Therapie. Man bekommt so viel Freiheit wieder, wenn man sich behandeln lässt, und das würde ich jedem raten. Es gibt einem wieder viel Lebensenergie. Die Hyposensibilisierung hat mir Sicherheit zurückgebracht. Ich brauche keine Angst haben, wenn ich irgendwo im Garten barfuß laufe, dass ich ständig im Hinterkopf habe: Hier könnten jetzt vielleicht irgendwo Bienen herumfliegen und wenn ich auf sie trete, kann es wieder zu einer schweren allergischen Reaktion kommen. Ich lasse mich durch diese Allergie nicht einschränken!

Nina, Naturliebhaberin und Bloggerin über ihre Hyposensibilisierung – Pollenallergie

Warum hast du dich für eine Hyposensibilisierung entschieden?

Bevor ich die Hyposensibilisierung durchgeführt habe, war die Natur eigentlich mein Feind. Es wird grün, die Bäume blühen, dann habe ich eigentlich Angst bekommen, weil ich wusste, es wird mir schlecht gehen. Sich länger in der Natur aufzuhalten war für mich keine Freude, sondern eher lästig, weil ich dann anfing zu leiden und mich am Ende wirklich krank zu fühlen. Ich hatte Augentropfen, Nasentropfen und das hat ganz schnell nichts mehr gebracht und es wurde immer schlimmer. Das Schöne ist, dass ich nach der Hyposensibilisierung die Natur auch stundenlang genießen kann, was ich vorher nicht konnte.

Ninas Ratschlag an andere Betroffene:

Also ich glaube ein erfolgreicher Umgang mit der Allergie ist zunächst einmal zur Allergologin oder zum Allergologen zu gehen. Man sollte wissen, was da passiert im Körper und was auch passieren kann, wenn man das nicht behandelt und es nicht abtun. Ich würde jedem raten, eine Hyposensibilisierung zu probieren.

Lisa, Mode- und Kunst-Liebhaberin über ihre Hyposensibilisierung – Hausstauballergie

Warum hast du dich für eine Hyposensibilisierung entschieden?

Ich habe mich lange mit Allergie-Medikamenten vollgepumpt. An vielen Tagen ging es mir nicht gut. Ich hatte verquollene, rote Augen, meine Nase war komplett zu. Häufig wurde meine Allergie für eine Erkältung gehalten. Ich hatte immer die Sorge, beruflich unterschätzt zu werden. Seit einem dreiviertel Jahr bin ich nun in Behandlung. Bereits nach einem halben Jahr habe ich gemerkt, dass sich meine Allergie-Symptome deutlich gebessert haben. Inzwischen nehme ich nur noch etwa zehn Prozent meiner Allergie wahr. Dafür lohnt es sich, diese Behandlung zu beginnen und durchzuhalten.

Lisas Ratschlag an andere Betroffene:

Die Hyposensibilisierung hat viel in meinem Leben verändert - ich fühle mich so viel besser. Eine Allergie schränkt im Alltag stark ein, daher empfehle ich auch anderen Menschen die Therapie mit einer Hyposensibilisierung. Viele wissen weder von dieser Behandlung - noch, dass es dafür speziell ausgebildete Ärzte gibt. Daher möchte ich, dass auch andere Menschen mit Allergie wissen: „Du musst nicht unter dieser Allergie leiden. Wenn es dich stört, dann kannst du etwas dagegen tun.“

Was sind die Unterschiede zwischen einer Hyposensibilisierung mit Spritzen und Tabletten?

Prof. Dr. Kristian Reich erklärt in diesem Video, den Unterschied zwischen der Hyposensibilisierung mit Spritzen und Tabletten:

Wie lange dauert die Behandlung?

Die Hyposensibilisierung ist die einzige Therapieform, die die Ursache der Allergie behandelt – wenn du die Geduld dafür aufbringst. Die Hyposensibiliserung erstreckt sich über eine Behandlungsdauer von drei bis fünf Jahren. Diese positiven Effekte sprechen dafür:
• Linderung und Besserung deiner Allergie-Symptome
• Verringerung deiner Allergie-Medikamente
• Nachhaltige Verbesserung deiner Lebensqualität.

Dauert es drei Jahre bis sich der Behandlungserfolg einstellt?

Prof. Dr. Kristian Reich erklärt in diesem Video, wie lange es dauert bis sich der Behandlungserfolg einstellt:

Welche Varianten der Hyposensibilisierung gibt es?

Man unterscheidet verschiedene Arten der Hyposensibilisierung – je nach dem wie die Allergendosen verabreicht werden.

Eine moderne Methode ist die Hyposensibilisierung mit schnell löslichen Tabletten oder Tropfen. Diese Behandlung wird auch als sublinguale Immuntherapie (SLIT) bezeichnet, da die Einnahme „unter der Zunge“ erfolgt. Die Betroffenen nehmen hierbei die Allergene über die Mundschleimhaut auf. Gerade für Kinder ist das die weit angenehmere Behandlung als die Hyposensibilisierung mit Spritzen: Bei der subkutanen Immuntherapie (SCIT) werden die Allergene subkutan verabreicht, also unter die Haut. Allergiepatientinnen und -patienten erhalten hierbei in regelmäßigen Abständen eine Spritze von ihrer Fachärztin oder ihrem Facharzt.

Dr. Kristina: "Was ist der Unterschied zwischen einer subkutanen und sublingualen Allergie-Immuntherapie?"

Was passiert eigentlich bei einer Hyposensibilisierung? In diesem Video erläutert Dr. Kristina die einzelnen Therapieformen und die Unterschiede zwischen der subkutanen und sublingualen Therapie.

Gibt es Nebenwirkungen?

Mögliche Nebenwirkungen sind:

sublinguale Immuntherapie (SLIT) subkutane Immuntherapie (SCIT)
  • Rötung
  • Rötung
  • Schwellung
  • Schwellung
  • Juckreiz im Mund
  • Juckreiz der Haut an der Einstichstelle

 

  • ein Gefühl der Abgeschlagenheit am Behandlungstag

 

Im Normalfall klingen die Nebenwirkungen der Allergie-Immuntherapie schnell und unbehandelt wieder ab. In seltenen Fällen kann es zu einer allergischen Allgemeinreaktion kommen. Für manche sublingualen Präparate wird empfohlen, die Ersteinnahme bei Arzt durchzuführen und 30 Minuten nach der Einnahme noch im Wartezimmer zu warten, um mögliche auftretende Nebenwirkungen dann sofort besprechen und behandeln zu können. Nach dem Verabreichen einer Spritze musst du noch etwa eine halbe Stunde in der Arztpraxis zur Beobachtung bleiben.

Darüber hinaus sind weitere Nebenwirkungen möglich. Welche das im Einzelnen sein können, findest du in der Gebrauchsinformation des jeweiligen Präparats.

Was ist für die zukünftige Behandlung von Allergien wichtig?

Prof. Dr. Kristian Reich beantwortet in diesem Video die Frage, was für die zukünftige Behandlung von Allergien wichtig ist:

Komme ich für eine Hyposensibilisierung in Frage?

Leidest du unter Heuschnupfen, einer Hausstaubmilben- oder einer Insektengiftallergie? Oder hast du leichtes bis mittelschweres allergisches Asthma? In diesen Fällen kommt die Allergie-Immuntherapie für dich in Frage. Insbesondere bei Allergien gegen Bienen- oder Wespengift kann eine Hyposensibilisierung lebensrettend sein, da eine allergische Reaktion leicht zu einem lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock führen kann.

 

Können Kinder eine Hyposensibilisierung machen?

Ja. Die Behandlung kann sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern durchgeführt werden. Expertinnen und Experten gehen sogar davon aus, dass die Erfolgschancen bei Kindern im Vergleich zu Erwachsenen höher sind. Die Fachgesellschaften empfehlen die Hyposensibilisierung ab einem Alter von 5 Jahren.

Was erwartet eine Kinderärztin von einer Hyposensibilisierung?

Die Kinderärztin Dr. med. Christine Gronke aus Ludwigsfelde berichtet über ihre Erwartungen und Anforderungen an eine Hyposensibiliserung.

Wann ist eine Hyposensibilisierung nicht möglich?

Bei einigen Erkrankungen ist eine Hyposensibilisierung nicht möglich. Bei anderen gesundheitlichen Einschränkungen ist aber eine sublinguale Immuntherapie möglich. Wenn du an einer der folgenden Erkrankungen leidest, frag am besten deine Ärztin oder deinen Arzt nach der Möglichkeit einer Hyposensibiliserung:

  • schweres Asthma,
  • Tumor-Erkrankung (Krebs),
  • Autoimmunerkrankung,
  • HerzKreislauf-Erkrankung,
  • Schwaches Immunsystem oder
  • Nierenprobleme.
  • Auch während einer Schwangerschaft sollte eine Hyposensibilisierung nicht begonnen werden.

Was kostet eine Hyposensibilisierung und übernimmt meine Krankenkasse die Kosten?

Pauschal kann man die Kosten einer Hyposensibilisierung nicht beziffern. Dafür gibt es einfach zu viele verschiedene Faktoren: etwa verwendete Präparate, die Wahl der Methode und die Dauer der Therapie. In der Regel übernehmen die Krankenkassen alle anfallenden Kosten.

Vorbereitung auf deinen Arztbesuch

Möchtest du wissen, ob du Allergikerin oder Allergiker bist? Überlegst du, deine Allergie mit einer Allergie-Immuntherapie ursächlich behandeln zu lassen? Dann kannst du dich jetzt gleich auf deinen Arztbesuch vorbereiten. Wenn du wissen möchtest, was du deine Ärztin oder deinen Arzt fragen solltest, findest du hier einige Vorschläge: 

  • Wie verläuft eine Allergie normalerweise: Können sich daraus noch andere Probleme entwickeln? Kann meine Allergie auch von alleine wieder weggehen?
  • Kann eine langjährige Einnahme symptomatischer Medikamente schädlich sein? Welche Folgen hat das für meine Allergie?
  • Wie funktioniert die ursächliche Allergie-Therapie? Warum dauert sie so lange?
  • Wann kann ich mit einer Therapie starten?
  • Wie oft muss ich bei dieser Therapie eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen?
  • Welche Nebenwirkungen könnten auftreten? Was kann ich dagegen tun?
  • Kann ich eine Hyposensibilisierung auch im Urlaub oder im Ausland durchführen?
  • Inwiefern wirkt sich die Hyposensibilisierung auf meine sportliche Leistungsfähigkeit aus?
  • Kann ich eine Hyposensibilisierung auch in der Schwangerschaft durchführen?

Hier zum Download der Fragenkatalog für deinen Arztbesuch.

 

Kleiner Tipp: Setze dir vor dem Gespräch mit deinem Arzt ein Ziel und überlege dir, was du beim Verlassen der Praxis wissen möchtest. Am besten teilst du deiner Ärztin oder deinem Arzt vorab mit, dass du einige Fragen vorbereitet hast. Dann kannst du gleich klären, wann du die Fragen am besten stellen kannst.

 

Auch deine Ärztin oder dein Arzt wird dir einige Fragen stellen, auf die du dich vorbereiten kannst:

  • Nimmst du Medikamente? Wenn ja, welche?
  • Leidest du an einer chronischen Erkrankung? 
  • Planst du demnächst einen Urlaub oder eine längere Dienstreise? 
  • Bist du Leistungssportlerin oder -sportler bzw. stehst du vor einem sportlichen Wettkampf?
  • Erhältst du in absehbarer Zeit notwendige Schutzimpfungen?
  • Bist du schwanger oder planst du eine Schwangerschaft? 
  • Hast du derzeit eventuell Beschwerden in der Mundhöhle / an den Zähnen, die eine sublinguale Behandlung beeinflussen?

Letztes Update: 30/06/2022